Unentgeltliche Arbeit in den eigenen vier Wänden: Wie ein Chamer sich um seine demente Frau kümmert

Mit dem Tag der pflegenden Angehörigen soll auf die rund 1,9 Millionen Menschen in der Schweiz aufmerksam gemacht werden, die sich um ihre Partner, Kinder oder Eltern kümmern. Erich Niggli aus Cham ist einer von ihnen.

Rahel Hug
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In der Schweiz pflegen viele Menschen ihre Angehörigen zu Hause.

In der Schweiz pflegen viele Menschen ihre Angehörigen zu Hause.

Symbolbild

Dass mit seiner Frau Hanni etwas nicht stimmte, merkte Erich Niggli bei der Arbeit. In seinem Handwerksbetrieb hatte Hanni Niggli jahrelang die Büroarbeit übernommen. «Einzelne Beträge konnte sie noch gut verbuchen, doch ging es ums Zusammenrechnen, klappte es nicht mehr», schildert Niggli. Nur wenige Zeit später erkannte seine Frau Gegenstände nicht mehr, vergass, wie sie einfache Gerichte kochen konnte. Ein Spezialarzt stellte 2014 die Diagnose: Demenz. Für Erich Niggli kam dies nicht unerwartet. Der Bruder seiner Frau hatte bereits an der Krankheit gelitten und war daran gestorben. «Für uns war es zuallererst eine Erleichterung, dass es kein Hirntumor ist», erzählt Niggli.