PFRUNDHAUS: Es lebt sich gut im historischen Kapitelsaal

Einst tagten Pfarrer und Geistliche im Haus. Bald wohnen hier Mieter und dies in ausnehmend attraktivem Ambiente.

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Schattenwürfe in barocker Malerei: Die Architekten Joseph Zünti (links), Rolf und Markus Trinkler. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Schattenwürfe in barocker Malerei: Die Architekten Joseph Zünti (links), Rolf und Markus Trinkler. (Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Im Koch-/Essraum blicken farbenfrohe Deckenmalereien auf die Speisenden die schattenwerfenden Blumen und Ornamente lassen auf den Barock als Entstehungszeit schliessen.

Andere künftige Mieter haben den ehemaligen Kapitelsaal als ihren grossen Wohnraum: Lauter vergitterte Schränke in stichbogigen Nischen befinden sich an den Innenwänden, ein kleiner Schrank in der Ecke verrät, wozu diese einst dienten, nämlich Büchern. Wo dies in einer Ecke nicht so praktisch war, hat der Barock einfach Buchrücken hingemalt. «Trompe d??il» nennt das der Kunstgeschichtler, «Täuschung des Auges».

Im 16. Jahrhundert wurde der Giebel gedreht
Man befindet sich im Pfrundhaus St. Karl gegenüber der St.-Oswalds-Kirche, dessen Renovation abgeschlossen ist und dessen Türen am Samstag den Besuchern offen stehen. Joseph Zünti & Partner Architekten, Zug, haben das Haus aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts renoviert, seine Angestellten Rolf und Markus Trinkler arbeiteten mit.

«Ein solches Gebäude wie das Pfrundhaus St. Karl gibt es in Zug nicht mehr.» Zünti meint dies nicht nur im kunsthistorischen Sinn, denn das Haus hat mehrere Umbauphasen erlebt.

Gebaut wurde es um 1443 und schaute zur Kirchenstrasse, wo sich jetzt wieder der Haupteingang befindet. Im 16. Jahrhundert wurde der Giebel des Hauses gedreht und das alte Pfarrhaus nach der St.-Oswalds-Gasse ausgerichtet.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.