Der Baarer Rennfahrer Philip Ellis fällt bei Rennen in den USA aus

Ein überzeugender Auftritt mit einem unglücklichen Ende. So liesse sich der Einsatz des Baarer Rennfahrers Philip Ellis (27) beim 24-Stunden-Rennen auf dem Circuit of the Americas vor den Toren der texanischen Hauptstadt Austin umschreiben.

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Ellis im Mercedes-AMG GT4. (Bild: PD)

Ellis im Mercedes-AMG GT4. (Bild: PD)

(bier) Ellis und seine US-amerikanischen Teamkollegen Bryce Ward (61), Russell Ward (27) und Kris Wilson (58) machten von der ersten Trainingsrunde an klar, dass sie und der Mercedes-AMG GT4 die Messlatte in ihrer Klasse darstellen würden. Im Qualifying markierte Ellis die Bestzeit.

Von der Poleposition aus traten Ward Senior und Junior sowie Wilson die Flucht nach vorne an und hatten bereits drei Runden Vorsprung auf den nächsten Verfolger herausgefahren, als Ellis erstmals das Steuer übernahm. Alles lief nach Plan, wobei speziell Ellis die Tücken eines «Creventic-Rennens» zu spüren bekam: «Dort sind einfach mehr Amateure am Start als in der VLN, vom ADAC GT Masters ganz zu schweigen. Das heisst, du schlägst dich vor allem im Dunkeln in deinem GT4 mit Jungs herum, die in einem GT3-Auto sitzen. Das gehört einfach dazu. Dafür ist alles deutlich entspannter als im reinen Profisport.»

Doch schon nach rund sieben Rennstunden nahm der Spass für Ellis und Co. ein jähes Ende. Die extremen Bodenwellen auf der 5,5 Kilometer langen Berg- und Talbahn, die vor einigen Wochen bereits den Stars aus der Formel 1 im wahrsten Sinne des Wortes Kopfweh bereitet hatten, unterzogen auch die GT- und Tourenwagen der 24-Stunden-Serie einer erbarmungslosen Tortur. Der Ladeluftkühler am Mercedes-AMG GT4 fiel aus und das Rennen war zu Ende. Philip Ellis war enttäuscht, aber nicht geknickt: «Wir waren das schnellste GT4-Auto im Feld, meine Teamkollegen waren alle flott unterwegs. Ich würde mich freuen, wenn ich auch in Zukunft die Gelegenheit bekommen könnte, in den USA Rennen zu fahren. Wer weiss, was sich ergibt.»