PHOTOVOLTAIK-ANLAGEN: Von der Schule die Sonne anzapfen

In Cham und Hünenberg geht die Sonne doppelt auf: Dort soll bald Solarenergie in grossem Stil produziert werden. Ein besonderer Deal machts möglich.

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Urs Bühler (links) hat im Auftrag der Gemeinde Cham das Vorprojekt für die Solaranlage entworfen. Er spricht mit Bauleiter Jeremias Döbeli vor dem Rohbau der neuen Schule Eichmatt. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Urs Bühler (links) hat im Auftrag der Gemeinde Cham das Vorprojekt für die Solaranlage entworfen. Er spricht mit Bauleiter Jeremias Döbeli vor dem Rohbau der neuen Schule Eichmatt. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Im nächsten Jahr werden in Cham und Hünenberg zwei neue Schulen eingeweiht: Eichmatt und Hagendorn. Von den Dächern der neuen beziehungsweise umgebauten Schulgebäude soll dann die Sonne durch zwei Photovoltaik-Anlagen angezapft werden.

«Die Gemeinden Cham und Hünenberg haben die Wasserwerke Zug AG angefragt, ob sie bereit wären, auf den Dächern der beiden Schulhäuser den Bau der bereits eingeplanten Photovoltaik-Anlagen zu realisieren», sagt Daniel Messerli von der Marketing-Abteilung des Zuger Energieunternehmens WWZ.

110'000 Kilowattstunden Solarstrom jährlich
Die Solaranlagen auf den Schulgebäuden in den beiden Ennetseegemeinden sollen Strom für 25 Haushalte liefern. Insgesamt handelt es sich um drei Photovoltaik-Anlagen. Auf dem Dach des neuen, gemeinsam von Chamer und Hünenberger Schülern besuchten Schulhauses Eichmatt ist eine Solarstromanlage geplant mit 67 Kilowatt Leistung und einer Jahresproduktion von 52'000 Kilowattstunden Solarstrom.

Die Anlage auf dem erweiterten und umgebauten Schulhaus Hagendorn soll 11,2 Kilowatt Leistung und 10'000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr liefern. Und auf dem neuen Dach der Turnhalle Hagendorn schliesslich sind Solarzellen mit einer Leistung von 58,8 Kilowatt Leistung und einer Jahresproduktion von 48'000 Kilowattstunden Solarstrom anvisiert.

Noch sind die Solaranlagen nicht abgesegnet
Allerdings muss der Verwaltungsrat der WWZ die geplanten Solaranlagen, die frühestens im Sommer 2009 in Betrieb genommen werden kann, noch absegnen. Grund: Die verbindlichen Angebote für die Ausschreibung liegen noch nicht vor. Es wird mit Gesamtkosten von rund 1 Million Franken gerechnet.

Da die bestehenden Anlagen der WWZ, die schon seit 1998 Solarstrom verkaufen, noch ausreichen, um die Nachfrage der Kunden zu decken, soll der alternative Strom von den Chamer und Hünenberger Schuldächern vorerst aber der Bilanzgruppe «Erneuerbare Energie» übergeben werden. Sprich: der Solarstrom wird auf dem allgemeinen Strommarkt verkauft.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.