Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

PILOTPROJEKT: Stadt Zug testet Bezahlung mit Bitcoin

Einzigartiges Pionierprojekt in der Zentralschweiz: Am Schalter im Stadthaus Zug können ab sofort Dienstleistungen bis zu einem Gegenwert von 200 Franken in Bitcoins beglichen werden.
Die erste Transaktion ist erfolgt: Stadtpräsident Dolfi Müller und die Leiterin der Einwohnerkontrolle, Mélanie Schenker. (Bild: pd)

Die erste Transaktion ist erfolgt: Stadtpräsident Dolfi Müller und die Leiterin der Einwohnerkontrolle, Mélanie Schenker. (Bild: pd)

Seit heute, Freitag, können in der Stadt Zug sämtliche kostenpflichtigen Dienstleistungen der Einwohnerkontrolle mit Bitcoins bezahlt werden – allerdings nur bis zu einem Gegenwert von 200 Franken. Dieses Pilotprojekt läuft bis Ende 2016, wie die Stadt Zug mitteilte.

Im Anschluss daran zieht der Stadtrat ein Fazit und entscheidet darüber, ob das Projekt abgebrochen, definitiv eingeführt oder gar ausgeweitet werden soll.

Etwa 0,03 Bitcoins kostet beispielsweise bei der Einwohnerkontrolle die Beglaubigung einer Unterschrift sowie die Ausstellung eines Leumundszeugnisses, einer Wohnsitzbescheinigung oder eines Heimatausweises. Nach wie vor können diese Dienstleistungen auch mit 20 Franken in bar bezahlt werden.

Stadtpräsident Dolfi Müller erwartet nicht, dass es schon bald hunderte von Bitcoin-Transaktionen bei der Zuger Stadtverwaltung geben wird. «Es geht uns um die Botschaft», betont er. Der Stadtrat wolle die Offenheit für die neuen Technologien zum Ausdruck bringen und frühzeitig eigene Erfahrungen sammeln.

Der Stadtrat setze mit dem Projekt gegenüber den Firmen der digitalen Finanzbranche in der Region Zug ein Zeichen. Am Freitag folgten denn auch 15 Interessierte einer Einladung der Stadt zu einem Round-Table-Gespräch. Dabei ging es laut Müller nicht nur um Bitcoin-Transaktionen, sondern grundsätzlich um die Blockchain-Technologie.

Weltweites Medieninteresse

Der Entscheid des Zuger Stadtrates vor zwei Monaten, Bitcoins als Zahlungsmittel zuzulassen, habe zu einem «weltweiten Medieninteresse» geführt, schreibt der Stadtrat in einer Mitteilung. Selbst Fernsehstationen und renommierte Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland und den USA hätten ausführlich über das Zuger Pionierprojekt berichtet.

pd/sda/chg

Was ist Bitcoin?

Bitcoin ist eine digitale Geldeinheit mit einem weltweiten, dezentralen Zahlungssystem. Überweisungen werden direkt zwischen den Nutzern über das Internet abgewickelt, ohne dass dazu eine zentrale Abwicklungsstelle notwendig ist.

Die Überweisung von Bitcoins wird in Transaktionen abgewickelt, die ähnlich funktionieren wie eine Banküberweisung, jedoch ohne Bank. In der Blockchain, einer Art Register, werden alle Transaktionen verzeichnet.

So läuft ein Bitcoin-Transfer ab. (Bild: pd)

So läuft ein Bitcoin-Transfer ab. (Bild: pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.