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Bundesfeier in Zug:
Plädoyer für Humor – und James Gruntz

In seiner unterhaltsamen 1.-August Ansprache warb der Texter und Schauspieler Rémy Frick dafür, wieder mehr Humor im Alltag zuzulassen. Musikalischer Höhepunkt des Tages war dann der Auftritt des populären Singer-Songwriters James Gruntz.
Christopher Gilb
James Gruntz bei seinem Auftritt an der Zuger 1.-August-Feier. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. August 2018))

James Gruntz bei seinem Auftritt an der Zuger 1.-August-Feier. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 1. August 2018))

«Ein wahrhafter Zuger Kulturkenner», so wurde Texter und Schauspieler Rémy Frick um kurz nach 20 Uhr am Mittwochabend auf der Bühne auf dem Landsgemeindeplatz angekündigt. Frick hatte sich für seine 1.-August-Ansprache ein zu ihm passendes Thema ausgesucht, den Humor. «Ich möchte heute, am Geburtstag unseres Landes, auch eine Lanze brechen. Und zwar eine für den Humor. Es scheint mir, als sei uns diese Fähigkeit im Verlaufe der letzten zwanzig, dreissig Jahre ziemlich abhandengekommen», so Frick. Denn die Schweizerinnen und Schweizer würden sich selbst zu ernst nehmen. «Dies verleiht uns eine gewisse Verkrampftheit – ein Bild, welches wir eigentlich gar nicht verdienen. Denn die Schweiz ist voller Humor.» Vielfach finde er in den eigenen vier Wänden statt, verstecke sich sozusagen vor der Öffentlichkeit.

Mit solchen Feststellungen traf er den Nerv des Publikums, das sich zahlreich versammelt hatte. «Ja genau», lautete einer der spontanen Kommentare. Zuvor hatte das Publikum einen intensiven Regenschauer erlebt. Der dank der vielen aufgespannten Schirme aber trocken überstanden werden konnte. Just als Frick begann, spielte aber auch das Wetter wieder mit. «Liebe Freunde, nehmen wir als denkende und fühlende Menschen – aber auch als Kollektiv, als Stadt, als Kanton, als Eidgenossenschaft – die zweifelsohne zur Genüge vorhandenen Probleme vermehrt mit Humor», wendete er sich gegen Schluss seiner Ansprache an die Zuhörer. Und zitierte dann noch Albert Einstein. «Er, der die Auswirkungen der Atombombe bis ins kleinste Detail ganz bewusst erkannte und darob durchaus sehr entsetzt war, verlor zeit seines Lebens trotzdem nie seinen Humor.» Und habe einst gesagt: «Nimm alle Dinge wichtig, aber keines richtig ernst.»

Eine Solistin singt die Nationalhymne

Für etliche Lacher im Publikum hatte Frick mit seiner Rede jedenfalls gesorgt und auch, was er zweifelsohne beabsichtigte, für ein bisschen Nachdenklichkeit. «Das war ein guter Reminder zu dem, was manchmal im Alltag fehlt», fand eine Dame zur Ansprache. Die Nationalhymne an dieser Feier sang die Solistin Andrea Hofstetter. Diese habe ihr hinter der Bühne verraten, dass sie die Hymne höher hätte singen können, dann wäre es fürs Publikum aber schwierig geworden mitzusingen, verriet die Moderatorin nach dem gelungenen Auftritt von Hofstetter den Zuhörern. Kurz darauf begann der musikalische Höhepunkt des Tages, das Konzert vom Überflieger der Schweizer Musikszene, James Gruntz.

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