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PLANUNGSKREDIT: Ja zu neuem Baarer Schulhaus Wiesental

Die Baarer Gemeindeversammlung gibt grünes Licht für die Planung eines neuen Schulhauses Wiesental. Allerdings mahnen alle Parteien, auf die Kosten zu achten.
Charly Keiser
Im Schulhaus Wiesental muss die Gemeinde Baar tüchtig investieren. (Bild: Werner Schelbert (11. April 2017))

Im Schulhaus Wiesental muss die Gemeinde Baar tüchtig investieren. (Bild: Werner Schelbert (11. April 2017))

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

205 stimmberechtigte Baarer fanden sich am Donnerstagabend im Gemeindesaal ein und bereuten ihr Kommen nicht. Denn im Saal war es angenehm kühl. Doch nach der Verhandlung des Geschäftsberichts und der Rechnung 2016 ging es heiss zu und her. Zwar stellte sich niemand grundsätzlich gegen einen Neubau der Schule Wiesental, aber die geschätzten Kosten von 84 bis 88 Millionen Franken sorgten – wie schon im Vorfeld – für rote Köpfe.

Baukommissionspräsident Michael Riboni (SVP) warb für den «guten Kompromiss», den sein Gremium erarbeitet habe. «Lassen Sie uns den nächsten Schritt machen, sagen Sie Ja zum Planungskredit – lassen Sie keine kostbare Zeit zerrinnen!» Auch er wolle für weniger als 70 Millionen Franken bauen, sagte Riboni und doppelte nach: «Sagen Sie Ja! Es geht hier nur um die Planung, die dringend angepackt werden muss.»

Antrag zurückgezogen

Oliver Wandfluh (SVP) stellte im Namen seiner Partei den Antrag, das Raumprogramm um 10 Prozent zu reduzieren. «Viel Beton ist nicht gleich viel Bildung», betonte er. Er zählte auf, wo welche Besprechungszimmer gespart werden könnten und wie einfach ihr Antrag zu verwirklichen sei.

Gemeindepräsident Andreas Hotz sagte: «Der Antrag entspricht einem Rückweisungs­antrag, über den wir sofort abstimmen müssen.» Wandfluh zog den Antrag zurück. Die Geschäftsprüfungskommission sei für den Planungskredit, sagte deren Präsident Thomas Gwerder (CVP). Und Parteikollegin Olivia Bühlmann warnte: «Eine Nichtgewährung des Kredits führt nur zu Verzögerungen.»

Rückweisung wird deutlich verworfen

Georg Joho (Grüne) stellte das gewählte einstufige Verfahren in Frage sowie im Namen der SP und der Alternativen den Antrag, dass der neue Bau maximal 70 Millionen Franken kosten dürfe. Erneut befand Gemeindepräsident Hotz: «Das ist ein Rückweisungsantrag. Lassen Sie uns dar­über abstimmen!» Der Fall war deutlich: Nur wenige stimmten für eine Rückweisung.

Weitere finanzkritische Voten folgten, bis Bauchef Paul Lan­genegger das Wort ergriff: «Kaum je haben wir in der Bau- und Planungskommission eine Vorlage so intensiv diskutiert», sagte er. «Ich bin überzeugt, dass die Grobschätzung massgeblich unterschritten wird», doppelte Andreas Hotz nach. Im Saal war man sich einig – bis auf die zwei Bürger, die dagegen stimmten.

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