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PLAUSCH-HOCKEY: In dieser Liga dominieren Zuger

Seit vier Jahren stehen die Greenhorns aus Menzingen auf dem Eis. Derzeit ziemlich erfolgreich – auch wenn das Resultat für das Team nicht das Wichtigste ist.
Martin Mühlebach
Ab und zu dürfen die Plauschhockeyspieler in der Bossard-Arena spielen. Christian Abächerli und seinen Greenhorns brachte die Halle beim letzten Spiel allerdings kein Glück. (Bild Werner Schelbert)

Ab und zu dürfen die Plauschhockeyspieler in der Bossard-Arena spielen. Christian Abächerli und seinen Greenhorns brachte die Halle beim letzten Spiel allerdings kein Glück. (Bild Werner Schelbert)

Im Frühling 2010 veranstalteten Christian Abächerli und zwei Kollegen einen Infoabend. Ihr Ziel war es, in Menzingen einen Eishockeyklub zu gründen. Das Vorhaben glückte. Im Spätherbst desselben Jahres bestritten 22 Spieler – unter der Bezeichnung Greenhorns Menzingen – erstmals ein Meisterschaftsspiel in der Zentralschweizer Eishockey-Liga. «Einige Spieler unserer Mannschaft konnten kaum Schlittschuhlaufen», erinnert sich Christian Abächerli. Und so verwundert es nicht, wenn er nachschiebt: «In der ersten Saison bezogen wir einige deftige Prügel.»

Liga soll weiter wachsen

Die Greenhörner liessen sich aber nicht verdriessen. Dank den intensiven Trainings unter der Leitung von Ray-Mark Rieben und dem verschworenen Teamgeist stellten sich bald die ersten Siege ein. In der vergangenen Saison landeten die Greenhörner auf dem dritten Tabellenrang. Und in der laufenden Saison nahmen sie sogar die Leaderposition ein, ehe sie im letzten Spiel vor Weihnachten gegen Shocking Blue Steinhausen mit 4:6-Toren verloren und auf den zweiten Rang zurückfielen. Gefeiert wurde trotzdem – mit dem Gegner und den Schiedsrichtern – zumal Greenhorns-Spieler Daniel Villiger 50 Hot-Dogs mitgebracht hatte. «Wir liegen nur einen Punkt zurück, und wir werden alles daransetzen, um die Tabellenführung zurückzuerobern», sagt Christian Abächerli, der seit der Gründung der Greenhorns als deren Präsident amtet.

Eishockey ist ein teures Hobby: 600 Franken Mitgliederbeitrag zahlen die Meisterschaftsspieler, 400 Franken die Trainingsspieler. Ohne Sponsoren geht es allerdings nicht: «Nur dank ihnen gelingt es uns, das Budget im Gleichgewicht zu halten», betont Christian Abächerli. Und dieses beläuft sich immerhin auf rund 25 000 Franken. Abächerli kümmert sich aber nicht nur um die Geschicke «seiner» Greenhorns. Seit eineinhalb Jahren präsidiert er auch die Zentralschweizer Eishockey-Liga, die derzeit aus sieben Teams besteht. «Ich hoffe», so Abächerli, «dass in der kommenden Saison zehn Teams am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen werden, um zwei Fünfer-Gruppen bilden zu können.» Verhandlungen mit beitrittswilligen Teams seien auf gutem Weg, schiebt er nach.

Checks sind verboten

Als Präsident der Greenhorns Menzingen freut es Christian Abächerli verständlicherweise, dass seine Mannen Fahrt aufgenommen haben und um die Leaderposition kämpfen. Noch mehr freut es ihn, dass alle Teammitglieder die Vereinsfarben mit Stolz tragen.

Nach dem bisher höchsten Sieg gefragt, nimmt er sein Handy aus der Tasche und zeigt ein Foto des Totomats, auf dem zu lesen ist: Greenhorns Menzingen - Panthers Zug 30:1. In der Zentralschweizer Eishockey-Liga ist es keine Seltenheit, dass viele Tore fallen. Den Grund dafür sieht Abächerli im Verbot von Checks. Da niemand abblocke, entwickle sich eben ein schnelles Spiel mit Torszenen am laufenden Band.

«Deshalb trage ich die Nummer 91»

Wer einen Sportwettkampf bestreitet, will gewinnen. Das ist auch in der Zentralschweizer Eishockey-Liga nicht anders. Nichtsdestotrotz versichert Christian Abächerli: «Bei uns steht der Spass im Vordergrund. Ein Spieler, der das leere Tor nicht trifft, wird gnadenlos auf die Schippe genommen, und wer das zehnte Tor erzielt – oder wenn es der Zahl seiner Rückennummer entspricht – muss eine Kiste Bier bezahlen.» Mit einem schelmischen Lachen sagt er: «Deshalb trage ich die Nummer 91.» Für den 26-jährigen, gelernten Hochbauzeichner Christian Abächerli ist das Eishockey eine willkommene Abwechslung zum Berufsalltag. «Zum Glück», sagt er, «bringt meine Freundin für mein zeitaufwendiges Hobby das nötige Verständnis auf.»

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