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PODIUM 41: Abstimmung folgt im November

Das Referendum gegen den städtischen Betriebsbeitrag an das Lokal ist zu Stande gekommen. Die Betreiber der Institution zeigen sich dennoch zuversichtlich.
Samantha Taylor
Das Referendumskomitee hat gestern 550 Unterschriften an Stadtrat André Wicki (dritter von links) übergeben. (Bild PD/Charly Werder)

Das Referendumskomitee hat gestern 550 Unterschriften an Stadtrat André Wicki (dritter von links) übergeben. (Bild PD/Charly Werder)

Samantha Taylor

Wie die Zukunft des Podiums 41 aussehen wird, darüber werden die Stadtzugerinnen und Stadtzuger an der Urne befinden. Das überparteiliche Komitee «Nein zu einer offenen Drogenszene im Podium 41» hat die Unterschriften für das Referendum gestern Morgen an die Stadt Zug übergeben. Zusammengekommen sind insgesamt 550 Unterschriften. Die Unterschriftenzahlen zeigen, dass eine beachtliche Anzahl Zuger mit dem rechtsfreien Raum im Podium 41 nicht einverstanden sei, schreibt das Komitee in einer Mitteilung. Mit dem Zustandekommen des Referendums werden die Stadtzuger über den Betriebsbeitrag der Stadt Zug an das Lokal, das seinen Fokus auf Randständigen hat, abstimmen können. Der Stadtrat hatte dem Grossen Gemeinderat der Stadt Zug einen jährlichen Betriebsbeitrag von 335 000 Franken für die Jahre 2016 bis 2019 vorgelegt. Der Grosse Gemeinderat stimmte dem Antrag der Stadt – nach einer langen und intensiven Diskussion und unter Protest der SVP – Ende Juni zu. Dies, nachdem die Geschäftsprüfungskommission beantragt hatte, dass der Betrag nur für zwei Jahre gesprochen werde. In dieser Zeit solle die Stadt das Betriebskonzept und den Standort des Lokals überdenken. Der Antrag fand keine Mehrheit genauso wenig wie das Behördenreferendum, das die SVP ergreifen wollte.

Zahlreiche Feedbacks

Ein überparteiliches Komitee, bestehend aus Mitgliedern der städtischen SVP und der FDP, hat deshalb daraufhin beschlossen, das Referendum gegen den Beschluss zu ergreifen. Das Komitee bezeichnet das Podium 41 als einen «rechtsfreien Raum». Vor allem stört man sich daran, dass der Konsum von weichen Drogen im Aussenbereich des Lokals toleriert wird. «Weder die Stadt Zug noch die Betreiberin des Podiums 41 haben das Recht, geltende Gesetze zu brechen und Drogenkonsum, in welcher Form auch immer, zu tolerieren», schreibt das Komitee in seiner Mitteilung. Die Folgen daraus seien Drogenhandel, Gewalt, öffentliches Urinieren und Littering. Zudem sei der Standort des Lokals am Zugersee, wo sich auch Familien aufhielten, äusserst ungünstig. Das Komitee ist deshalb auch der Meinung, dass der Betrieb umgesiedelt werden müsse. Als Möglichkeit sieht das Komitee das Land im Göbli, das die Stadt in einem Tauschgeschäft von der Korporation erworben hat.

Man habe bei der Unterschriftensammlung viele Reaktionen erhalten, sagt SVP-Gemeinderat und Medienverantwortlicher des Komitees, Gregor Bruhin. «Wir waren in der ganzen Stadt unterwegs, und viele Zuger finden die Zustände unhaltbar», sagt Bruhin.

Hoffen auf Toleranz

Die Betreiberin des Podiums 41, die GGZ@Work, hat das Referendum zur Kenntnis genommen. «Wir sind grundsätzlich zuversichtlich, dass die Zugerinnen und Zuger die Notwendigkeit einer solchen Institution sehen», sagt Geschäftsführer Carl Utiger. Gleichzeitig spüre man eine gewisse Verunsicherung unter den Besuchern. «Es gibt natürlich die Befürchtung, dass man ihnen diesen wichtigen Treffpunkt wegnehmen könnte», so Utiger weiter. Trotzdem sei es richtig, dass das Stimmvolk nun über die ganze Sache befinden könne. Utiger: «Wir hoffen einfach, dass die Zugerinnen und Zuger tolerant und sozial genug sind, damit dieser Ort weiter betrieben werden kann.»

Das Stadtzuger Stimmvolk wird wohl Ende November über den städtischen Betriebsbeitrag an das Lokal befinden können. «Der Abstimmungstermin ist aller Voraussicht nach der 29. November», sagt Stadtschreiber Martin Würmli.

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