Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

«Podium 41»-Kredit ist im Zuger Stadtparlament unbestritten

Das Parlament unterstützt den Stadtrat bei seinem Kreditbegehren für den Gastrobetrieb. Nebst Lob für die Betreiberin wurde vor allem die Steuergruppe hervorgehoben, in der zwei Parlamentarier einsitzen.
Charly Keiser
Ohne Gegenstimmen sprach sich das Stadtparlament für den Kredit aus. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 29. Juni 2015))

Ohne Gegenstimmen sprach sich das Stadtparlament für den Kredit aus. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 29. Juni 2015))

Das Podium 41 bekommt von der Stadt für die Jahre 2020 bis 2023 je einen jährlichen Betriebskredit von 355000 Franken. Der Kredit war völlig unbestritten, wie schon in der gestrigen Ausgabe unserer Zeitung zu lesen war. So stimmten 37 Parlamentarier dem Antrag des Stadtrats, bei zwei Enthaltungen, zu.

Bevor es zu diesem Resultat kam, zeigte sich in den Voten, warum die Abstimmung so deutlich ausfiel. Stadtrat Urs Raschle freute sich, «dass das Podium so gut funktioniert» und er dankte der Gemeinnützigen Gesellschaft des Kantons Zug (GGZ), dem Team des Podiums, der Geschäftsprüfungskommission (GPK) und der Steuergruppe, die er vor vier Jahren initiiert hat.

Erfolgsmodell Steuergruppe

Schon zuvor gab es Lob für die Führung des Podiums und vor allem für besagte Steuergruppe. Deren Präsidentin, Karen Umbach (FDP), offenbarte: «Das Controlling seitens der Steuergruppe wird sehr ernst genommen. Wir haben einen tiefen Einblick in den Betrieb, machen konkrete Vorschläge und schauen, dass die GGZ ihren Aufgaben und Pflichten nachkommt. Wir sind so in der Lage auch proaktiv zu handeln.» Dank der Einwirkung der Steuergruppe und die Anstrengungen seitens GGZ und der Leiterin des Podiums, Judith Meyer, sei der Betrieb gut auf Kurs. Das Ziel, verbesserte Margen zu erzielen, sei bereits im Februar dieses Jahres erreicht worden. Im Podium 41 sei ein gemischtes Publikum anzutreffen, was einerseits sehr erfreulich sei, andererseits aber die Gefahr mit sich bringe, dass eine Diskrepanz zwischen den Randständigen und den anderen Gästen durchaus vorkommen könne. «Es muss dem GGR bewusst sein, dass wir mit der GGZ einen sehr kompetenten Partner haben, der genau auf diesen Punkt achtet und bei Bedarf handelt.»

Drogen und Gewalt

Auch Jürg Messmer (SVP), Vizepräsident der Steuergruppe, sprach sich erfreut zum «Zustand des Podiums» aus und lobte das Konstrukt der Steuergruppe. Monika Mathers (Alternative-CSP) zeigte sich ebenfalls erfreut, wie das Podium heute funktioniert, wo sie regelmässiger Mittagsgast sei. «Dass im Podium, vor allem in den Abendstunden, nicht alles eitle Freude und Sonnenschein ist, ist uns allen bewusst», ergänzte sie. «Das Podium 14 ist keine normale Beiz, aber eine Beiz, bei der alle innerhalb der Hausordnung ihre subjektive Normalität ausleben dürfen.» Drogen und Gewalt seien leider nicht ausgeschlossen, ergänzte Mathers. «Das führt oft zum Stresstest bei den Mitarbeitern und, obwohl sie mit der neuen Hausordnung Sanktionen aussprechen können, kommen sie an ihr Limit.»

Die SP sei erfreut mit der Gästestruktur aus randständigen und normalen Gästen, erklärte Karin Hägi und monierte, dass ihre Fraktion erstaunt sei, dass den Angestellten nur der Mindestlohn bezahlt werde. Die CVP-Fraktion freue sich über die positiven Erfahrungen aus den Jahren 2015 bis 2018, sagte Benny Elsener und betonte: «Das Podium 41 erfüllt eine wichtige Aufgabe in der Gesellschaft. Danke allen Beteiligten und wir wünschen viel Freude und Erfolg für diese wichtige Arbeit zu Gunsten der Stadt Zug.»

Noch einmal trat Philip C. Brunner ans Mikrofon. Zu Beginn der Debatte unterstützte er als GPK-Präsident den Kredit. Nun forderte er den Stadtrat auf, das Modell der Steuergruppe zu multiplizieren. Dies, damit das Parlament gestärkt und die Verwaltung geschwächt werde, weil heute zu viele Verwaltungsangestellte in den Kommissionen sässen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.