Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Pro & Contra

Podium in Zug: Kontroverse Meinungen zum Geldspielgesetz

Am 10. Juni wird in der Schweiz über das vom Parlament ausgearbeitete Geldspielgesetz abgestimmt. In einem Podiumsgespräch vertraten Befürworter und Gegner ihre Argumente.
Martin Mühlebach
Ein Mann spielt auf der Webseite eines ausländischen Glücksspielanbieters. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Ein Mann spielt auf der Webseite eines ausländischen Glücksspielanbieters. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Am Donnerstagabend fand im Burgbachsaal ein Podiumsgespräch über das vom Parlament ausgearbeitete neue Geldspielgesetz statt, gegen das ein Initiativkomitee das Referendum ergriffen hat. Unter der Leitung von Charly Keiser, Redaktor der «Zuger Zeitung», diskutierten Befürworter und Gegner über die am 10. Juni zur Abstimmung gelangende Vorlage. Ständerat Peter Hegglin (CVP) und Nationalrätin Jacqueline Badran (SP) argumentierten für eine Annahme des neuen Geldspielgesetzes, während sich Luzian Franzini (Co-Präsident Junge Grüne Schweiz) und Gian Brun (Präsident Jungfreisinnige Zug) für eine Ablehnung der Vorlage stark machten.

Als Franzini im Falle einer Annahme der Vorlage von einer «Internetzensur» sprach, platzte Badran der Kragen. Resolut betonte die burschikos auftretende Nationalrätin: «Es handelt sich um eine Sperre, nicht um eine Zensur.» Ständerat Peter Hegglin schob nach: «Es gibt bereits gesetzliche Grundlagen, die es erlauben, Internetseiten mit CH-Domain zu sperren.» Zum Schutz vor Spielsucht, Geldwäscherei, Betrug und anderer Gefährdungen würden heute schon über 5000 Internetseiten gesperrt.

Es geht auch um viel Geld

Im Verlauf des Podiumsgesprächs wurde schnell klar, dass die Geldbeschaffung eine wichtige Rolle spielt. Dazu Jacqueline Badran: «Bis jetzt können Schweizerinnen und Schweizer nur an ausländischen Online-Livewetten teilnehmen. Bei einer Annahme des neuen Geldspielgesetzes dürften auch Swisslos und Casinos solche Wetten anbieten. Das Geld bliebe also in der Schweiz.» Im Klartext heisst das: Dem Lotteriefonds stünde mehr Geld zur Verfügung, mit der sie die AHV, die Kultur und den Sport in unserem Land finanziell unterstützt.

Gian Brun plädierte dafür, ausländischen Wettspielanbietern eine Schweizer-Lizenz zu erteilen. Sowohl Badran als auch Hegglin schienen diesen Vorschlag gutzuheissen, allerdings unter der Voraussetzung einer Einhaltung unserer Bestimmungen und Gesetze. Luzian Franzini bemängelte am neuen Wettspielgesetz das Fehlen einer fixen Suchtpräventionsabgabe der Casinos, das Fehlen einer nationalen Expertenkommission und Auflagen für eine strengere Regulierung der Glückspielwerbung.

Schlagende Argumente, aber…

Ob das Podiumsgespräch der nur spärlich erschienenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer klaren Meinungsbildung verhalf, kann nicht schlüssig bejaht werden. Klar ist, dass Jacqueline Badran zwar schlagende Argumente für eine Annahme des neuen Geldspielgesetzes vorbrachte, aber ihr mitunter beleidigendes Auftreten gegen die beiden Jungpolitiker nicht gutgeheissen wurde.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.