Podiumsdiskussion zur Konzernverantwortungsinitiative: Junge Politiker debattieren vor Zuger Kantischülern

Die Meinungen gingen wenig auseinander - auch im Publikum.

Sina Engl
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Ob in der Aula anwesend oder per Teams aus den Klassenzimmern zugeschaltet: Die Podiumsdiskussion zur Abstimmung über die Konzerninitiative vom 29.November wollte am vergangenen Montagnachmittag an der Kantonsschule Zug keiner verpassen.

Der Geschichtslehrer Jonas Briner begrüsste das junge Publikum herzlich und stellte nach einer kurzen Zusammenfassung von Initiativtext und Gegenvorschlag die Diskutanten vor: Delia Meier (Junge Alternative Zug) und Ronahi Yener (Juso Schweiz, aus Baar) waren die Befürworterinnen, Colin Biermann (Vizepräsident Jungfreisinnige Kanton Zug) und Samuel Lütolf (Präsident Junge SVP Schwyz) die Gegner.

Menschenrechte versus Wirtschaft

Zum Einstieg in die Diskussion erhielt jeder die Gelegenheit, mit Hilfe einer Präsentationsfolie seinen Standpunkt klarzumachen. Die Positionen waren nicht überraschend: Meier und Yener legten Argumente für Menschenrechte und Umweltschutz in die Waagschale. Lütolf und Biermann stellten den Nutzen der Initiative in Abrede und sprachen im Gegenteil von Schaden für die Unternehmen. Dann war die Reihe an den Kantischülern. Zwei von ihnen, Julia-Alexandra Bartel und Jasmin Maag, hatten sich im Vorfeld mit Lehrer Jonas Briner für die Organisation der Podiumsdiskussion engagiert. Unter anderem hatten sie eine Präsentation erstellt, die es den Klassen ermöglichte, sich mit der Initiative auseinanderzusetzen. Dies nutzten einige Schüler für Fragen an die Debattierenden. Diese freuten sich sehr über das Interesse aus dem jungen Publikum und gaben sich Mühe, möglichst viele Fragen anschaulich zu beantworten.

Zum Abschluss erhielten die Zuhörer die Möglichkeit, mittels eines QR-Codes im Rahmen des Anlasses an der Kanti über die Vorlage abzustimmen – die meisten sind schliesslich noch nicht stimmberechtigt. Auf der Leinwand zeigte sich ein klares Ergebnis ab: 63 Prozent der Stimmenden lehnten die Initiative ab. Das Publikum blickt nach der anregenden Diskussion noch gespannter auf die Abstimmung vom Sonntag.