Polizei begleitet keine Spezialtransporte mehr in Zug und Schwyz

Ab dem 1. Juli werden in den Kantonen Zug und Schwyz Ausnahmetransporte durch Private ausgeführt. Die übrigen Zentralschweizer Kantone werden diesen Schritt im Jahr 2020 machen.

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Ein Begleitfahrzeug begleitet einen Ausnahmetransport durch ein Dorf. (Bild: PD)

Ein Begleitfahrzeug begleitet einen Ausnahmetransport durch ein Dorf. (Bild: PD)

(pd/rem) Die Kantonspolizei Zürich hat die Begleitung von Ausnahmetransporten durch Private schrittweise weiterentwickelt und eingeführt. Die polizeiliche Erfahrung hat gezeigt, dass mit der Begleitung durch entsprechend ausgebildete und geprüfte private Unternehmen weder ein Sicherheitsdefizit noch eine Behinderung des Verkehrs einhergehen.

In rascher Folge haben sich eine Mehrheit der Deutschschweizer Kantone dem Verbund angeschlossen. Seit dem 1. Januar ist die Begleitung im Kanton Zürich und den meisten Anschlusskantonen vollständig ausgelagert.

In Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nutzfahrzeugverband (Astag) und weiteren Partnern wird unter der Federführung der Kantonspolizei Zürich die Ausbildung zum privaten Ausnahmetransportbegleiter (ATB) mit Polizeibewilligung angeboten.

Die Ausbildung zum ATB mit Polizeibewilligung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Sie wird mit je einer Prüfung abgeschlossen. Aktuell verfügen über 120 ATB über die Bewilligung und sind berechtigt Ausnahmetransporte zu begleiten.

Eine private Firma begleitet einen Ausnahmetransport durch den Kanton Zug. (Bild: PD)

Eine private Firma begleitet einen Ausnahmetransport durch den Kanton Zug. (Bild: PD) 

Die Begleitung von Fahrzeugen mit Überlänge, Überbreite und Überhöhe oder von überschweren Transporten darf nur mit speziell ausgerüsteten Begleitfahrzeugen erfolgen. Vorgeschrieben sind beispielsweise gelbe Drehlichter und eine LED-Wechseltextanzeigetafel. Weiter müssen die Begleitfahrzeuge von den Strassenverkehrsämtern geprüft sein.

Die ATB sind verpflichtet, Ausnahmetransporte sicher von A nach B zu begleiten. Sie müssen den Verkehr warnen und nötigenfalls den Verkehr regeln oder anhalten. Die Verkehrsteilnehmer haben die Anweisungen der ATB Folge zu leisten.

In der Zentralschweiz sind es per 1. Juli 2019 die Kantone Schwyz und Zug, welche die Begleitung von Ausnahmetransporten auslagern. Im Jahr 2020 werden die übrigen Zentralschweizer Kantone diesen Schritt ebenfalls machen.