Polizei beschlagnahmt Auto in desolatem Zustand

Schon fast ein Wrack war der rumänische Lieferwagen, den die Zuger Polizei am Donnerstag in Baar beschlagnahmt hat. Im Bus wurde zudem mutmassliches Diebesgut entdeckt.

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Die Hecktüre hielt nur, weil sie mit einer Drahtschlaufe befestigt war. (Bild: Zuger Polizei)

Die Hecktüre hielt nur, weil sie mit einer Drahtschlaufe befestigt war. (Bild: Zuger Polizei)

Die Hecktüre hielt nur, weil sie mit einer Drahtschlaufe befestigt war. (Bild: Zuger Polizei)

Die Hecktüre hielt nur, weil sie mit einer Drahtschlaufe befestigt war. (Bild: Zuger Polizei)

Der 54-jährige Mann, seine gleichaltrige Frau und der 12-jährige Enkel waren in Baar am Betteln. Sie hatten einen Stopp einlegen müssen, weil sie kein Benzin mehr hatten. Ihr Lieferwagen, in dem sie offenbar auch übernachteten, war «in einem jämmerlichen Zustand», wie die Zuger Polizei in einer Mitteilung schreibt.

An den Kleider baumelten die Preisschilder

Die Karosserie war komplett durchgerostet, das Öl lief aus. Dazu kamen ein loses Rad, eine kaputte Lenkung und ein verschobener Motorblock. Und die Hecktüre hielt bloss, weil sie mit einer Drahtschlaufe befestigt war. Obendrein entdeckten die Polizisten zahlreiche offenbar neue Kleider, an denen noch die Preisschilder baumelten.

Das Fahrzeug wurde laut Polizei stillgelegt und auf Kosten der Halter abgeschleppt. Das Ehepaar wurde wegen Bettelns und wegen Diebstahl-Verdachts angezeigt und musste ein Bussendepot von 800 Franken hinterlegen.

Weil die Familie auch schon in anderen Kantonen negativ aufgefallen sei, belegte das Amt für Migration des Kantons Zug sie mit einer zweijährigen Einreisesperre. Bis Freitagabend müssen die drei das Land verlassen.

sda