Polizei schnappt Pädophilen in Baar

Sie lernten sich übers Internet kennen. Dann lockte der 43-jährige Mann ein vermeintliches 13-jähriges Mädchen zu einem Treffen. Aber am Bahnhof Baar klickten die Handschellen.

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Ein verdeckter Ermittler der Zuger Polizei bei der Arbeit. (Archivbild Neue ZZ)

Ein verdeckter Ermittler der Zuger Polizei bei der Arbeit. (Archivbild Neue ZZ)

Mitte Juni begann ein 43-jähriger Schweizer mit einem scheinbar 13-jährigen Mädchen zu chatten. Beim Gegenüber handelte es sich aber nicht um eine jugendliche Chatpartnerin, sondern um Ermittler der Zuger Polizei. Trotz der offen kommunizierten Minderjährigkeit äusserte der Beschuldigte sehr schnell den Wunsch, sexuelle Handlungen vorzunehmen, wie es in einer Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden heisst. Der Mann verabredete sich schliesslich für Mittwoch 22. Juni beim Bahnhof Baar mit seiner Internetbekanntschaft. Dort wartete jedoch nicht ein 13-jähriges Mädchen auf den Mann, sondern Einsatzkräfte der Zuger Polizei.

«Möglich, dass es zum Geschlechtsverkehr gekommen wäre»

Der Beschuldigte aus dem Kanton Zürich zeigte sich geständig. «Ich kann nicht ausschliessen, dass es später auch zum Geschlechtsverkehr gekommen wäre», so der 43-Jährige bei der Einvernahme. Für sein Tun wird er bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug zur Anzeige gebracht.

pd/rem

Sicher Chatten

Ebenso wie Kinder über die Gefahren des Strassenverkehrs aufgeklärt werden und Verkehrsregeln lernen, sollten sie ab dem Grundschulalter Schritt für Schritt über die Gefahren der Chaträume informiert werden und Sicherheitsregeln für Chatterinnen und Chatter kennen lernen. Die Schweizerische Kriminalprävention SKP bietet auf ihrer Website wertvolle Tipps zum Thema Internet und Chat. Informationen sowohl für Eltern als auch für Jugendliche finden Sie auf www.skppsc.ch.