POLIZEI: Überlastet: Polizisten in die Ferien geschickt

Polizisten versinken in der Arbeit. Die Folgen: Die Ferientage sammeln sich an. Fünf Polizisten mussten sich wegen Überarbeitung sogar in Spitalpflege begeben.

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Zuger Polizei auf dem Weg zur Arbeit. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Zuger Polizei auf dem Weg zur Arbeit. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Der Zuger Polizeikommandant Karl Walker bilanziert: «Unser Polizeikorps weist derzeit rund 10 000 Überstunden aus.» Deshalb werden jetzt mehrere der 270 Polizisten in die Ferien geschickt. Überzeitkompensation sei ein ständiges Anliegen. «Wenn es der Dienst erlaubt, muss diese ausgeglichen werden. Aber nicht alle können eben über Weihnachten freinehmen.» Einige der Staatsdiener hätten zum Teil bis zu 150 oder 200 Überstunden auf ihrem Konto.

EVZ fordert Polizei immer mehr
Hauptursache für die vielen Überstunden der Zuger Polizei ist vor allem der regelmässige Sicherheitseinsatz bei den Eishockeyspielen des EVZ. Das heisst: Pro Spiel werden im Schnitt 30 bis 50 Polizisten abgestellt.

Herz-Kreislauf-Probleme
Sorge bereitet Walker zudem, dass sich dieses Jahr wegen der steigenden Belastungen fünf, teils sogar jüngere Polizisten wegen Herz-Kreislauf-Problemen ins Spital begeben mussten und teilweise nur mit Einschränkungen weiterarbeiten können.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der aktuellen Zuger Ausgabe der «Zentralschweiz am Sonntag».