Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Zuger Polizei zerschlägt Drogenhändlerring

Die Strafverfolgungsbehörden führten in einer interkantonalen Polizeiaktion mehrere Hausdurchsuchungen durch. Dabei wurden drei Hanfindooranlagen mit über 3500 Pflanzen und zehn Kilogramm konsumfertiges Marihuana sichergestellt.
Andrea Muff
Diese Hanfanlage wurde in Hünenberg ausgehoben. (Bild: PD)

Diese Hanfanlage wurde in Hünenberg ausgehoben. (Bild: PD)

Den Zuger Strafverfolgungsbehörden gelang ein grosser Schlag: Bei einer interkantonalen Polizeiaktion haben Einsatzkräfte im Auftrag der Zuger Strafverfolgungsbehörden mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. Das Resultat: Drei Hanfindooranlagen wurden ausgehoben und neun Personen festgenommen. Die koordinierte Aktion fand am vergangenen Montag statt. «Es ist ein grosser Fall, bei dem die kriminelle Energie sehr hoch ist», bestätigt Judith Aklin, Mediensprecherin der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Denn es geht um mehrfach qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, darunter Handel, Geldwäscherei sowie Betrugsdelikte. «Die Ermittlungen haben rund ein Jahr gedauert und waren sehr intensiv», weiss Aklin.

Und auch die mutmasslichen Drahtzieher gingen der Zuger Polizei ins Netz: Ein 48-jähriger Mann aus Serbien und seine 32-jährige Frau aus Montenegro wurden am Montag in den frühen Morgenstunden – gestützt auf Haftbefehle der Zuger Staatsanwaltschaft – in Baar verhaftet. Das Ehepaar stehe im Zentrum der Ermittlungen, heisst es in der polizeilichen Medienmitteilung. Es werde dringend verdächtigt, in unterschiedlicher Zusammensetzung mit einer Gruppe Mittäter einen Drogenhändlerring geführt zu haben. Am Montag sind daher an insgesamt elf Orten in den Kantonen Zug, Luzern, Zürich, Aargau und Bern Hausdurchsungen in Privatwohnungen und Geschäftsräumen durchgeführt worden. Des Weiteren wurden in Hünenberg, in der Stadt Luzern (Ortsteil Littau) und in Wilen bei Utzenstorf BE je eine grosse professionell geführte Hanfindooranlage ausgehoben.

«Wir mussten davon ausgehen, dass es sich bei den Betreibern um Profis handelt und so war es auch», erklärt die Polizeisprecherin. Insgesamt stellte die Polizei über 3500 Pflanzen, zehn Kilogramm konsumfertiges Marihuana, eine Schusswaffe und 80 000 Franken an Bargeld sicher. Vier Männer, die die Anlagen im Auftrag des Ehepaares aufgebaut und bewirtschaftet haben, wurden festgenommen. Bei den anderen Hausdurchsuchungen wurden weitere drei Personen verhaftet. «Die Aktion war ein voller Erfolg und verlief, wie geplant», versichert Judith Aklin.

Mit «Aktion Hamburg» vergleichbar

Die neun Beschuldigten wurden in Zug einem vierköpfigen Juristenteam der Zuger Staatsanwaltschaft übergeben. Einer der Beschuldigten wurde am Dienstag mangels Tatverdacht wieder entlassen, für die anderen acht haben die Staatsanwälte beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt. Aklin erklärt: «Der Einsatz eines solchen Juristenteams ist ein Novum, ist für die Dimension des Falls aber von grossem Vorteil.» Die Fallbearbeitung und der damit verbundene administrative Aufwand seien enorm, stellt sie weiter fest. «Die Arbeit geht jetzt erst richtig los. Unter anderem stehen Einvernahmen mit sämtlichen Beschuldigten an», so Judith Aklin.

Ein vergleichbarer Fall sei die «Aktion Hamburg», als im Kanton Zug ein Schlag gegen den Heroinhandel gelang. Damals wurden 15 Personen verhaftet und 55 Kilogramm Heroin beschlagnahmt. «Zwei Jahre Ermittlungsarbeit gingen damals voraus. Die kriminelle Energie war ebenfalls sehr hoch», erinnert sich Aklin.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.