«Polizeiposten wurde emotional diskutiert»

Drucken
Teilen

Gemeinden. Wirft man einen Blick auf die Gemeinden, dann ist das Ergebnis rund um die Abstimmung zum Entlastungspaket 2 ziemlich deutlich ausgefallen. Lediglich zwei Gemeinden im Kanton stimmten der Sparvorlage nämlich zu. Die übrigen neun Gemeinden lehnten das Paket ab.

Angenommen wurde das Entlastungspaket 2 einzig in den Gemeinden Oberägeri (51,48 Ja-Stimmen) und Walchwil (58,4 Prozent Ja-Stimmen). Ob es etwa an den Vermögensverhältnissen der Gemeindebevölkerung lag, kann Oberägeris Gemeindepräsident Pius Meier nicht beurteilen. «Der Bevölkerung scheint einfach bewusst gewesen zu sein, dass man sparen muss. Und so hat sich eine kleine Mehrheit hinter den Kantons- und den Regierungsrat gestellt.» Allerdings sei die Vorlage auch in Oberägeri umstritten gewesen. Dabei sei in der Berggemeinde immer wieder die Art des Sparens diskutiert worden. «Am Ende haben ja auch bei uns rund 48 Prozent all jener, die an die Urne gingen, Nein gesagt», so Meier.

«Eher ruhig» ist es im Vorfeld der Abstimmung in Walchwil zugegangen, gibt Gemeindepräsident Tobias Hürlimann Auskunft. «Es gab nicht sehr viele Diskussionen im Dorf, zumindest nicht, soweit ich das mitbekommen habe», erklärt Hürlimann. Die Walchwiler seien ausserdem offenbar sparsam und sparwillig. «Diese Kultur scheint bei uns in der Gemeinde also gewissermassen verinnerlicht zu sein. Das könnte ein Grund dafür sein, dass das Entlastungspaket angenommen wurde», schätzt Hürlimann.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich derweil in Steinhausen. Dort wurde das Entlastungspaket 2 mit 58,5 Prozent Nein-Stimmen am deutlichsten abgelehnt. Sie könne natürlich nicht mit Sicherheit sagen, woran es lag, sagte Gemeindepräsidentin Barbara Hofstetter. Dies, da auch in Steinhausen vielen klar sei, dass gespart werden müsse. «Vielen ist es ein Anliegen, dass die Finanzen wieder ins Lot kommen», sagt Hofstetter. Es hätte aber auch zahlreiche kritische Stimmen darüber gegeben, wo gespart werden solle. «Ziemlich emotional diskutiert wurde bei uns in der Gemeinde unter anderem, dass der Polizeiposten geschlossen werden soll. Das hat vielen nicht gepasst», meint die Gemeindepräsidentin abschliessend. (st)