Polizisten aus Nigeria in Zug auf Arbeitsbesuch

Kriminalität macht nicht an Grenzen Halt. Daher schauen zwei nigerianische Polizeioffiziere den Zuger Kollegen über die Schulter.

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Gäste bei der Zuger Polizei: «Das funktioniert bei uns ganz anders.» (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Gäste bei der Zuger Polizei: «Das funktioniert bei uns ganz anders.» (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Zwei nigerianische Polizeioffiziere sind derzeit in Zug. Sie verbringen nicht etwa ihre Ferien hier, sondern sind in einem zweiwöchigen Arbeitsaustausch. Die Frau und der Mann aus Westafrika arbeiten für die National Drug Law Enforcement Agency (NDLEA) – quasi das Gegenstück zur hiesigen Abteilung für Wirtschaftsdelikte. Drogengelder und Geldwäsche seien über die nationalen Grenzen hinweg zu bekämpfen, betonen die beiden Polizisten und ihre hiesigen Berufskollegen. Daher tauschen sie sich während dieser Stage intensiv miteinander aus.

Viel Austausch

Seit etwas mehr als einer Woche sind die beiden Funktionäre in Zug, um den hiesigen Polizisten über die Schulter zu blicken. «Was ich sehe, beeindruckt mich sehr», sagt die Offizierin.«Die Effizienz ganz besonders.» Die Namen deb beiden Beamten werden an dieser Stelle nicht genannt – weil das die Arbeit in ihrer Heimat erschweren könne.

Von den Erfahrungen der nigerianischen Kollegen profitieren umgekehrt auch die Zuger Polizisten, wie KripoChef Thomas Armbruster betont. «Für uns ist dieser Austausch sehr bereichernd und informativ», sagt er. «Gerade bei Kurieren von kleinen Drogenmengen – so genannte Kügelchendealer – stossen wir immer wieder an Grenzen.»

Chantal Desbiolles

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