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Martin Pfister betreibt Politik mit Gelassenheit

Martin Pfister (CVP) sitzt seit etwas mehr als zwei Jahren im Regierungsrat. Der Allenwindner fühlt sich in der Gesundheitsdirektion wohl. Er diskutiert aber auch bei anderen Themen gerne mit.
Marco Morosoli
Martin Pfister zeigt die Bücher, die er zurzeit liest: «Augustus» von John Williams, Arthur Brühlmeiers «Jessy und Jim» sowie «Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert» von Jakob Tanner. (Bild: Christian H. Hildebrand (Allenwinden, 12. Juli 2018))

Martin Pfister zeigt die Bücher, die er zurzeit liest: «Augustus» von John Williams, Arthur Brühlmeiers «Jessy und Jim» sowie «Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert» von Jakob Tanner. (Bild: Christian H. Hildebrand (Allenwinden, 12. Juli 2018))

Derjenige, der als Neuling in ein Gremium kommt, muss die Direktion übernehmen, die übrig bleibt. Im Falle von Martin Pfister ist es Anfang 2016 die Gesundheitsdirektion gewesen. Wer dem Allenwindner zuhört, spürt schnell: Pfister hat daraus das Beste gemacht und schnell Herzblut für die Gesundheitspolitik entwickelt.

Er ist einer, der nicht nur verwalten, sondern mit seiner Arbeit etwas bewegen will: «Gesundheit betrifft alle und ist politisch hoch relevant, auch wenn man an die Kosten denkt.» Gesundheitsthemen seien «ein schwieriges Pflaster». Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass die entscheidenden Fäden auf eidgenössischer Ebene gesponnen werden. Pfister versucht auch in Bern die Position des Kantons Zug respektive der Zentralschweiz zu halten. Dies kann er, weil er einerseits Präsident der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz ist und andererseits im Vorstand der Schweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz sitzt.

Zur Person

Name: Martin Pfister
Partei: CVP
Wohnort: Allenwinden
Jahrgang: 1963
Zivilstand: verheiratet, vier Kinder
Im Amt seit: 2016
Beruf: Gesundheitsdirektor/ Regierungsrat
Hobbys: Lesen, Laufen
Ämter: Präsident der Zentralschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz, Mitglied des Beschlussorgans für die Hochspezialisierte Medizin

Ein starkes Team, das ihn trägt

Für die Gesundheitsversorgung zuständig sind die Kantone. Martin Pfister setzt sich für ein hohes Niveau der Gesundheitsversorgung ein. «Wir haben zu Recht hohe Ansprüche.» Massnahmen, um die ständig steigenden Kosten in den Griff zu bekommen, sind ein weiteres Betätigungsfeld von Martin Pfister. Ein Thema mit Langzeitcharakter. Heftige Diskussionen gibt es zum Beispiel derzeit über die Zulassungssteuerung von Ärzten. Dass er diese Dossiers so intensiv bewirtschaften kann, verdankt er auch seinem Team: «Ich habe ausgezeichnete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.» Bei seiner Arbeit für verschiedene Verbände, die er bis zu seiner Wahl erledigt hat, sei viel mehr von ihm alleine abhängig gewesen.

Seine Arbeit beschreibt Pfister so: «Jeder Tag ist interessant, jeder Tag ist anders.» Was jedoch gleich bleibt, sind die langen Arbeitszeiten. Pfister sagt: «Ich versuche einen Abend in der Woche zu Hause zu sein. Ebenso das Wochenende versucht der Vollblutpolitiker im Kreise der Familie zu verbringen. Zwei Töchter sind schon volljährig. Sein Sohn (17) trainiert derzeit mit der ersten Mannschaft von Zug 94 (1. Liga). Die jüngere Tochter ist 15 Jahre alt. Die Teenager brauchen den Zuspruch des Vaters sicher noch. Martin Pfister schätzt auch, dass ihn seine Frau unterstützt.

Aber selbst am Wochenende muss sie damit leben, dass ihr Mann Aktenstudium auf dem Tagesprogramm hat. Diese Arbeit erledigt er sehr fokussiert am Stubentisch: «Ich kann gut abschalten.» So sei er aber trotzdem «auch zu Hause». Er beschäftigt sich dabei nicht nur mit seinen Dossiers. Er will auch über die Themen seiner Regierungsratskollegen im Bilde sein. Im Gremium herrsche «ein respektvoller Umgang», wenngleich ab und an auch «heftig diskutiert» werde. Pfister sagt: «Wir haben eine gute Streitkultur. Die Entscheide werden mitgetragen, auch wenn man nicht immer gewinnt.» Hier helfe ihm, dass er «Politik mit einer gewissen Gelassenheit betreibt».

Vor dem Wahltermin am 7. Oktober zittere er nicht. Er nimmt die Wahlen jedoch ernst. «Wahlen sind eine interessante Zeit: Sie stärken die Legitimation. Sie sind auch eine Chance, sich dem Bürger zu stellen.» Dazu gehört für Martin Pfister auch Respekt. Mit Stolz erwähnt er, dass er die Anliegen der Zugerinnen und Zuger ernst nehme. Bis jetzt habe jeder, der bei ihm einen Termin gewollt habe, einen bekommen.

Laufen als Quelle für gute Ideen

Schon vor den Sommerferien befindet sich der CVP-Regierungsrat im Wahlmodus. Es bleibt aber noch Zeit, um in der Umgebung von Allenwinden zu rennen oder zu laufen. Diese Phasen der körperlichen Betätigung sind für ihn auch ein Quell «für viele gute Ideen». Ob für diese Ideen-Quelle nach den Sommerferien noch viel Zeit bleibt, darf bezweifelt werden. Das Regierungsratsamt und den Wahlkampf gleichzeitig zu bewältigen, braucht ein gutes Zeitmanagement.

Dabei ist Martin Pfister etwas heilig: «Selbst wenn ich nach Mitternacht nach Hause komme, lese ich noch eine halbe Stunde.» Er ist auch hier vielseitig interessiert. Derzeit liegen drei Bücher auf seinem Nachttisch. Eine Roman-Biografie von John Williams mit dem Namen «Augustus». Von Arthur Brühlmeier, einem ehemaligen Lehrer von ihm, hat er das Buch «Jessy und Jim» bekommen. In die Kategorie Sachbuch gehört Jakob Tanner: «Geschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert». Er wähle jeweils nach dem Lustprinzip aus. Von literarischen Werken könne er am meisten profitieren. Martin Pfister will an seinem gegenwärtigen Status nichts ändern. Er sagt auch, dass er gerne Regierungsrat sei und dies bleiben wolle. Am Abend des 7. Oktobers wird er Gewissheit haben.

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