Powerplay gegen den Finanzausgleich

Immer noch mehr Millionen für den Finanzausgleich: Bei den Zentralschweizer Geberkantonen wächst der Unmut. Jetzt erhöhen sie den Druck auf Bern.

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Kein Kanton erhält beim Finanzausgleich so viel Geld wie Bern. Dies passt den Zentralschweizer Geberkantonen überhaupt nicht. (Symbolbild / Keystone)

Kein Kanton erhält beim Finanzausgleich so viel Geld wie Bern. Dies passt den Zentralschweizer Geberkantonen überhaupt nicht. (Symbolbild / Keystone)

Im Sommer hat der Bund die neuen Zahlen zum Finanzausgleich publiziert. Kein Kanton erhält so viele Mittel wie Bern. Der Geldsegen aus dem eidgenössischen Umverteilungstopf hat Bern eine Menge Kritik eingetragen. Seit Monaten schwelt eine Kontroverse.

Peter Hegglin (CVP) muss als Zuger Finanzdirektor zusehen, wie sein Kanton immer mehr Geld in den Finanzausgelich abliefern muss. «Im Kanton Bern gehen die kantonalen Angestellten mit 63 Jahren in Pension. Wieso sollten das andere Kantone berappen?», ärgerte er sich. Sein Schwyzer Amtskollege Kaspar Michel (FDP) hat das gleiche Problem und doppelte nach: «Ab einem gewissen Betrag stellt sich auch die Frage, ob das Geld zielgerichtet eingesetzt wird oder ob er eher zur Zementierung bestehender Strukturen beiträgt.» Der Berner Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP) sagte in einem Interview mit unserer Zeitung sogar, es stimme leider tatsächlich ein bisschen, dass die Berner «die Griechen der Schweiz» seien.

Aufgeschreckt durch die Kritik, geht die Berner Finanzdirektorin Beatrice Simon (BDP) nun in die Offensive. Sie bittet ihre Amtskollegen Hegglin und Michel zu einer Aussprache nach Bern. Das Treffen wird im nächsten Jahr stattfinden.

Kari Kälin

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