Preisverleihung
Der 5. Baarer Rabe fliegt ins Emmental

Der Kinder- und Jugendliteraturverein Abraxas und die Gemeinde Baar haben den 5. Baarer Raben für die beste Nachwuchsautorin oder den besten Nachwuchsautor vergeben. Die Preisträgerin 2021 heisst Tabea Ammann mit ihrer Geschichte «Oma bäckt Zutterbopf».

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(haz) Der Verein Abraxas organisiert alle zwei Jahre ein Kinder- und Jugendliteratur-Festival und setzt sich auch mit anderen Projekten für die Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen ein. Für eines dieser Projekte hat die Einwohnergemeinde Baar das Patronat übernommen: Seit 2013 wird alle zwei Jahre der «Baarer Rabe» vergeben – der Abraxas-Förderpreis für die beste deutschsprachige Nachwuchsautorin oder den besten deutschsprachigen Nachwuchsautor in der Kinder- und Jugendliteratur. Im November 2021 wird die Auszeichnung gemäss Medienmitteilung der Gemeinde Baar zum fünften Mal überreicht.

Tabea Ammann schreibt «Buchstabensuppenpoesie»

Eine Jury aus Fachpersonen der Kinder- und Jugendliteraturbranche hat nun die Preisträgerin 2021 erkürt. Es handelt sich um Tabea Ammann mit ihrer Geschichte «Oma bäckt Zutterbopf». Die Nachwuchsschriftstellerin erhält laut Mitteilung eine Preissumme in Höhe von 4000 Franken. Ihr Text wird zudem als SJW-Heft im Programm des Schweizerischen Jugendschriftenwerk Verlags, Zürich, veröffentlicht.

Die Preisträgerin Tabea Ammann.

Die Preisträgerin Tabea Ammann.

Bild: PD

Tabea Ammann entdeckte schon früh ihre Leidenschaft fürs Geschichten schreiben und die «Buchstabensuppenpoesie», wie sie ihren Schreibstil selbst umschreibt. Heute arbeitet die diplomierte Werbetexterin in einer renommierten Bündner Agentur und als selbstständige Texterin, Konzepterin und Nachwuchsautorin in Graubünden.

Ernstes Thema wird fantasievoll und berührend zugänglich gemacht

Den Preis erhält sie für ihre Erzählung «Oma bäckt Zutterbopf» – eine Geschichte über das aktuelle Thema Alzheimer, die drei Generationen verbindet und ein ernstes Thema berührend aufgreift. Trotz der Alzheimererkrankung bleibt die Grossmutter die liebenswerte, lustige und supertolle Oma, «die nach Rosenwasser riecht, Pizza mag, Meerjungfrauen auf Männerarmen doof findet und auch mal ein Schaf entführt.»

Die Geschichte wird aus Sicht der kleinen Enkelin Jona und ihrer Mutter erzählt. Eine einfache, fantasievolle und zugängliche Sprache vermittelt Grundschulkindern verständlich und liebevoll die Höhen und Tiefen im Zusammenleben mit einer demenzkranken Oma. Eingeflochtene Mundart-Ausdrücke und Omas Zutterbopf-Rezept schaffen zudem einen Text mit Stimmung und Atmosphäre. Tabea Ammann hat eine schöne, liebevolle und witzige Beziehungsgeschichte geschrieben, die die Jury sprachlich wie auch inhaltlich überzeugt hat. Die Preisverleihung findet mit einer szenischen Lesung im Rahmen des Zentralschweizer Kinder- und Jugendliteratur-Festivals Abraxas am Sonntagnachmittag, 7. November, in Zug statt.

Hinweis: Detailinformationen zur Preisverleihung und zum Abraxas-Festival sind ab Mitte September 2021 unter www.abraxas-festival.ch zu finden.