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Premiere in der Zuger Bossard-Arena

Am 12. Juni wird die Schweizer Handball-Nationalmannschaft das entscheidende Spiel um die Teilnahme an der WM 2019 austragen. Das Interesse hält sich bislang in Grenzen.
Raphael Biermayr
Andy Schmid (mitte), hier im Handball EM Qualifikationsspiel Schweiz - Portugal, spielt bald mit dem Handballnationalteam in der Zuger Bossard-Arena.Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Andy Schmid (mitte), hier im Handball EM Qualifikationsspiel Schweiz - Portugal, spielt bald mit dem Handballnationalteam in der Zuger Bossard-Arena.
Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Die Bossard-Arena wird am kommenden Dienstag erstmals Austragungsort eines Handballspiels sein. Dabei geht es um alles: Die Schweiz empfängt die Norweger zum Rückspiel in den Playoffs zur WM 2019. Die Verantwortlichen versuchen das Zuger Stadion, das 2010 eröffnet wurde und für das das Volk über 60 Millionen Franken sprach, als Eventhalle abseits vom Eishockey zu etablieren. Seit Ende 2015 ist das dank einer Sprinkleranlage im grossen Stil möglich.

Bleibt die Frage nach Interessenten. Gegenwärtig ist auf der Arena-Homepage im Veranstaltungskalender noch die Eishockeysaison 2017/18 aufgeführt. Harzt es mit der Nachfrage? «Wir verzeichnen ein stetiges Wachstum, pro Jahr kommt ein Anlass dazu», sagt Giedo Veenstra. Er ist der Geschäftsführer der EVZ Gastro AG, die zuständig für die Vermarktung der Bossard-Arena ist. Jene sei als Ort für Anlässe bekannt und anerkannt. Dazu zählten Generalversammlungen und Weihnachtanlässe von Grossfirmen. Oder eben Sportveranstaltungen wie im aktuellen Beispiel.

Die nackte Halle kostet 15000 Franken

Die Handballnationalmannschaft bestritt im Rahmen der EM-Qualifikation 2016/17 bereits Matches im Zürcher Hallenstadion sowie in der Tissot Arena in Biel. Wie schneidet die Bossard-Arena betreffend der Mietkonditionen mit den anderen Stadien ab? Auf der Homepage sind die Grundpreise aufgeführt. Die nackte Halle ist für 15000 Franken pro Tag zu haben, für Auf- und Abbau werden 4500 Franken pro Tag berechnet. Aus Zürich heisst es, dass die Preismodelle von zu vielen verschiedenen Faktoren abhängig sein würden, als dass eine Gegenüberstellung möglich sei. Es liegt jedoch auf der Hand, dass das viel grössere Hallenstadion mehr kostet als die Bossard-Arena. Eine Anfrage unserer Zeitung in Biel wurde nicht beantwortet. Der Schweizerische Handballverband hält sich bezüglich Kosten bedeckt. Immerhin teilt die zuständige Kommunikationsfirma mit, dass die Konditionen in Biel mit denen in Zug vergleichbar seien. Die Bossard-Arena wurde wegen ihrer zentralen Lage als Spielort ausgewählt. Sie sei gegenwärtig die einzige Halle in der Zentralschweiz, die die Anforderungen des Handballverbands erfülle.

Wie viele Zuschauer kommen?

Diesem geht es um die bessere Vermarktung der Sportart, für die nicht zuletzt «ein attraktives TV-Bild» vonnöten sei. Grundsätzlich bringe die Zuger Stätte «gute Voraussetzungen mit», weil sie aber «primär eine Eishockeyhalle» sei, erfordere die Organisation des Handballspiels «doch einiges an Aufwand». In Zürich zog die Partie gegen Deutschland die nationale Handball-Rekord-Kulisse von 10 040 Zuschauern an, in Biel waren 3270 Fans zugegen. Für die Partie in Zug seien bislang erst 2350 Eintritte verkauft worden. Die Kapazität der Halle wurde eigens dafür um 100 Plätze erweitert und beträgt nun rekordhohe 7300.

Der weitere Absatz dürfte sich auch nach dem Resultat des Hinspiels gegen die hochfavorisierten Skandinavier (WM-Zweiter 2017) richten, das am Samstag ausgetragen wird. Tags darauf wird die Bossard-Arena für die zweite Begegnung eingerichtet. Am Dienstag werden gegen 100 Helfer des LK Zug sowie Sicherheitspersonal des EVZ im Einsatz stehen. Die Partie wird um 18.15 Uhr angepfiffen. Der Neuheimer Ron Delhees wird dieses Länderspiel, wenn überhaupt, nur als Zuschauer miterleben: Der Rückraumspieler fehlt dem Nationalteam infolge einer Verletzung.

Hinweis

Tickets sind auf www.ticketcorner.ch sowie am Dienstag, ab 15 Uhr, an der Tageskasse erhältlich.

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