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PREMIERE: Von wegen klösterliche Ruhe

Die Volksbühne Baar feiert heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum. Die Theaterleute spielen Szenen aus einem Männerkloster, in dem ein kleines Mädchen für Unruhe sorgt. Das Publikum ist begeistert.
Wolf Meyer
«S’ chlöschterliche Windelkind» sorgt im Männerkloster für Turbulenzen. Aber auch die Küchenhilfe mit dem festen Besen bringt das Leben der Kirchenleute durcheinander. (Bild: Maria Schmid (Baar, 28. Februar 2018))

«S’ chlöschterliche Windelkind» sorgt im Männerkloster für Turbulenzen. Aber auch die Küchenhilfe mit dem festen Besen bringt das Leben der Kirchenleute durcheinander. (Bild: Maria Schmid (Baar, 28. Februar 2018))

Wolf Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

Die Volksbühne Baar hat am vergangenen Freitag eine gelungene Premiere ihres dreissigsten Stücks «S’ chlösterliche Windelchind» gefeiert. Eine sympathische Komödie im Trubel eines Männerklosters, dessen Brüder plötzlich Vater werden: Ein Findelkind liegt in der Krippe, wo eigentlich nur die ungleich pflegeleichtere Holzfigur vom Jesuskind liegen sollte. Bruder Martin wächst das Kind sofort ans Herz, Bruder Klaus echauffiert sich über die himmelschreiende Regelwidrigkeit eines Mädchens im Männerkloster.

Gerade hierfür nimmt sich Bruder Klaus, gespielt von Werner Brändle, immer wieder und auch gerne viel Zeit. Der etwas nervige Pedant steht Brändle gut. Denn Anlass zum Echauffieren gibt es genügend an diesem Abend. Seit dem Tod des Haushaltsgehilfen hat dessen Frau Rosa Schramm das Regime über Küche und Besen im Kloster übernommen und fasst auch die Brüder nicht gerade zimperlich an. «Kommt mal hier her ihr Kuttenheinis! Aber dali!», hört man sie durch die Flure rufen, wenn ihr etwas nicht passt.

Die Zweifel der Theaterleute waren völlig unbegründet

Die bei der Volksbühne Baar alteingesessene Schauspielerin Rita Kaiser gibt eine resolute Schramm, welche die vier Ordensbrüder mit Nachdruck durch drei amüsante Akte jagt.

«Uns fällt ein Stein vom Herzen», meint Silvio Speri nach der Aufführung. Er ist Vize-Präsident der Volksbühne Baar und spielte die Rolle des Vater Prior Athanasius, der sich alle Mühe gibt, seine aufgescheuchten Schäfchen wieder ins Trockene zu bringen. «An diesem Punkt der Entwicklung eines Stücks, verliert man die Perspektive auf das eigene Stück», meint der erfahrene Schauspieler. An den Proben lacht niemand mehr über die Pointen, weil sie schon zu oft gespielt wurden und in der Theatertruppe keimt der Zweifel, ob das Stück den Leuten gefallen wird. Grundlos, wie sich am Freitag zeigte. Das Publikum war hell begeistert und schenkte den Schauspielern viele Lacher und Szenenapplause. «Kompliment!», findet Hans Gamma. Er sitzt am Freitag – genau wie schon die letzten dreissig Jahre bei jedem Stück der Baarer Volksbühne – im Publikum und amüsiert sich prächtig. «Das Stück ist gut gespielt, lustig, hat ein wundervolles Bühnenbild und führt das hohe Niveau, das wir uns von der Volksbühne Baar gewohnt sind, würdig durchs Jubiläumsjahr.»

Eine sehr erfahrene Theatercrew ist am Werk

Seit dreissig Jahren bringt die Volksbühne Baar Theater auf die Bühne. Manche der Gründungsmitglieder sind auch beim aktuellen Stück noch mit dabei. So etwa Speri. «Nach all den Jahren haben wir in der Gruppe noch immer so ein tolles Zusammenspiel. Das ist herrlich.» Was sich der Verein aber wünsche, seien neue junge Schauspieler, die gerne mitspielen möchten.

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