Leserbrief
Priesterinnen soll es geben

«Frauen in der Kirche im Streikfieber», Ausgabe vom 4. Mai

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Wie lange will die katholische Kirche noch zusehen, wie ihre «Schäfchen» sich von ihr abwenden? Ich bin selber Katholik und mir ist es so was von egal, ob vor mir ein Priester oder eine Priesterin steht, die Gottes Wort verkündet. Priestermangel kennt die Kirche anscheinend ja nicht. Darum kommt ja auch jeder fünfte Priester, Tendenz steigend, aus dem Ausland. Die Begründungen gegen Priesterinnen sind ja so was von «haarsträubend». Unter anderem wird gesagt, dass es ja auch zwölf Apostel waren und keine Frauen, die Jesus begleitet haben. Wer aber überhaupt gab Jesus die Möglichkeit zu wirken, wie er es tat? Das war sicher kein Mann, sondern seine Mutter, die ihn in diese Welt geboren hat. Mit Garantie war er auch von vielen Frauen umgeben, wie es auch heutige «Stars» erleben. Weiter wird der Brief des Apostels Paulus an die Korinther (14, 33) genannt, der gegen Priesterinnen sprechen soll. In diesem Brief steht unter dem Titel «Die rechte Ordnung im Gottesdienst» Folgendes: «Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wenn sie etwas lernen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, in der Versammlung zu reden.» Wenn wir heute noch alles so ausführen würden, was in der Bibel steht, wären wir nur so von Mord und Totschlag umgeben. Ein Beispiel sind die radikalen Islamisten, die den Koran wörtlich leben und die Scharia in den Vordergrund stellen. Ich will das nicht.

Die Unterstützerinnen für Priesterinnen kommen sogar aus den eigenen Reihen der katholischen Kirche. Zum Beispiel Schwester Simone, Priorin des Klosters Heiligkreuz in Cham und Präsidentin der Ordensoberinnen der deutschsprachigen Schweiz, ist Befürworterin. Nachzulesen in einem Interview in der «Zuger Zeitung» vom 1. März unter dem Titel «Kirche ist nicht nur Missbrauch». Ein Zitat von John F. Kennedy lautet: «Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Diejenigen, die nur auf die Vergangenheit blicken, werden die Zukunft verpassen.»

Martin Iten-Iten, Alosen