Pro audito reist durch die Schweiz

Der Mitglieder des Zuger Vereins haben ihren Ausflug durchs Toggenburg nach Werdenberg genossen.

Für den Verein Pro audito Zug: Josef Mathis
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Das Schloss Werdenberg war eine Besichtigung wert.

Das Schloss Werdenberg war eine Besichtigung wert.

Bild: PD

Coronabedingt wurde die im Juni vorgesehene Vereinsreise von Pro audito Zug auf den Oktober verschoben. Wohl wegen der nach wie vor vorhandenen Gefahr einer Infektion kamen weniger Leute als sonst an die drei Treffpunkte in Unterägeri, Baar und Zug.

Markus Albisser vom gleichnamigen Reiseunternehmen zeigte sich jedoch sehr erfreut, dass der Ausflug stattfand. Nun war das wechselhafte Herbstwetter ein Unsicherheitsfaktor, der den herbstlichen Augenschmaus während der Fahrt trüben könnte. Zum Glück blieb es trocken, die Landschaft über den Seedamm nach Rapperswil und die folgenden Gegenden war teils sogar in Sonne getaucht. Dank der Aufmerksamkeit des Chauffeurs konnte unterwegs ein Graureiher in aller Ruhe die viel befahrene Hauptstrasse queren, ohne Schaden zu nehmen.

In Genuss der herbstlichen Landschaft gekommen

Kurz vor dem Ricken gab es einen Kaffeehalt im Restaurant Waldegg, das vor allem mit einer grossartigen Aussicht weitherum bis zum oberen Zürichsee glänzen konnte. Die Fahrt ging weiter via Wattwil durchs Toggenburg. Leider waren die bekannten Gipfel der Churfirsten mit Wolken verdeckt. Trotzdem waren die blumengeschmückten Häuser, Gärten und die sich verfärbende herbstliche Landschaft gut wahrnehmbar. Nach Wildhaus als höchstem Punkt der Fahrt ging’s wieder hinunter ins ebenso farbige Rheintal und zum Ziel Werdenberg.

Im Landgasthof Werdenberg wurden die 21 Leute freundlich in die Gaststube im oberen Stock geführt. Naturnahe Malereien und lebensgrosse Wildtiere dekorierten den Saal. Die Hörgeschädigten durften ihn allein benutzen, was natürlich die Kommunikation sehr erleichterte, weil kein grosser Umgebungslärm herrschte. Dass während des feinen und reichhaltigen Mittagessens draussen der Regen fiel, war weiter nicht schlimm.

Sobald sich die Sonne wieder zeigte, wurde die Gelegenheit genutzt, das kleinste Städtli der Schweiz (rund 60 Einwohnerinnen und Einwohner) zu besuchen. Viele wagten den doch steilen Aufstieg zum gut erhaltenen Schloss, das für allerhand Anlässe und Ausstellungen genutzt wird. In Richtung Liechtenstein leuchtete sogar ein Regenbogen. Die Aussicht auf den Rebberg und das darunter liegende Städtli mit dem lieblichen See war speziell. Beim Durchstreifen des Ortes erfreuten kleine Kunstläden mit viel Liebe hergestellten Gegenständen, originell ausgestellte Dekor-Artikel und kunstvoll bemalte Häuser das Auge. Der Rundgang um den See mit dem Lebensraum vieler Pflanzen, schwimmender und fliegender Vögel liess ab und zu innehalten.

Gleich neben dem See wartete der Car für die Heimreise. Gegen den Walensee hin setzte starker Regen ein, der es bis gegen den Hirzel, aber nicht mehr ins Zugerland schaffte. Entspannt und dankbar zeigten sich die Teilnehmenden, dass sie nach langer Zeit der Zurückhaltung wieder einen Ausflug geniessen durften.