Produzieren statt lagern: Deshalb ist der Umbau auf dem Chamer Pavatex-Areal nötig

Die Weiterentwicklung des Pavatex-Areal in Cham schreitet voran: Derzeit plant die Grundeigentümerin Cham Group die Umnutzung eines der Gebäude.

Vanessa Varisco
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Das Pavatex-Areal in Cham ist im Umbruch.

Das Pavatex-Areal in Cham ist im Umbruch.

Bild: Maria Schmid (18. Oktober 2016)

Das Baugesuch liegt auf, wann das Projekt umgesetzt wird, ist aber noch nicht in Stein gemeisselt. Die Rede ist von der Lagerhalle im nördlichen Teil des Pavatex-Areals, welche umgebaut werden soll. Bauherrin ist die Cham Group, die auch das Leuchtturmprojekt auf dem Papieri-Gebiet realisiert.

Auf dem Pavatex-Areal wird nun fleissig geplant und entwickelt. Denn seitdem die Firma Pavatex, ihr Werk geschlossen hat und aus den Räumlichkeiten ausgezogen ist, stehen sie leer. Das soll aber nicht so bleiben, wie Lukas Fehr, Leiter Entwicklung der Cham Group, auf Anfrage Auskunft gibt. Das Gelände soll weiterentwickelt und sinnvoll genutzt werden, denkbar sind auch Zwischennutzungen der bestehenden Gebäude bis sie möglicherweise abgerissen und neugebaut würden. Das ist allerdings vorerst Zukunftsmusik.

Zuerst braucht es Mieter

Konkret ist allerdings die erwähnte Aufstockung der früheren Lagerhalle – insgesamt vier Geschosse hoch soll sie letztlich sein. Lukas Fehr führt aus: «Geplant ist ein tiefgreifender Umbau, sodass das Gebäude anschliessend als Produktionsstandort mit Büroräumlichkeiten von Mietern genutzt werden kann.» Kostenpunkt für den Umbau: 12,5 Millionen Franken.

Geheizt werden soll das Ganze durch den Wärmeverbund Papieri Cham. Zusätzlich zum grosszügigen Umbau im Innenraum sind 111 Parkplätze angedacht, ausserdem soll die Umgebung begrünt werden. Einer Beilage nach werden künftig Baumalleen die Umgebung säumen und damit ein Bezug zur unmittelbaren Nachbarschaft – dem Lorzenpark und Gebiet Teuflibach – geschaffen werden.

Wichtigste Erschliessungsmöglichkeit bleibt die Knonauerstrasse, gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass eine Zufahrt für Lastwagen und Anlieferungen geschaffen wird. Baustart gemäss Gesuch ist im Dezember 2021, nach zweijähriger Bauzeit stünde das Projekt 2023.

Doch das ist laut Lukas Fehr der optimale Fall und dann realistisch, wenn sich in nächster Zeit ein geeigneter Mieter fände. «Wir werden mit dem Umbau erst beginnen, wenn wir einen solchen gefunden haben», bekräftigt der Leiter Entwicklung. Das Baugesuch wurde jetzt aber trotzdem bereits eingereicht, weil man potenziellen Mietern einerseits zeigen wolle, was möglich ist, und ihnen zweitens dadurch planerische Sicherheit vermittele. «Wird das Baugesuch genehmigt haben wir etwas Handfestes.»

Areal bleibt als Kantistandort im Rennen

Das Pavatex-Areal war erst kürzlich Thema, als es um die kantonale Schulraumplanung ging. Das Gebiet wurde neben verschiedenen anderen Optionen im Ennetsee oder Steinhausen beispielsweise als Standort für eine neue Kantonsschule vorgeschlagen.

Kommt die Umnutzung diesen Plänen in die Quere? «Nein», versichert Fehr, «Die Produktionshalle steht in der Nähe der Hochspannungsleitung, wo wohl kaum eine Kanti zu stehen kommt.»

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