Leserbrief
Propaganda statt Klimaschutz

Zu den neuen Fahrplänen der Zugerland Verkehrsbetriebe

Karl Künzle, Menzingen
Drucken
Teilen

Die Schüler streiken noch immer, der Klimastreik ist allgegenwärtig. In Zug haben es die Schüler, zusammen mit den Alternativen, geschafft, dass der Notstand ausgerufen wurde. Dies nicht zuletzt dank einer Demonstration vor der Kantonsratssitzung. Dass wir unsere Umwelt schützen müssen, dürfte unbestritten sein, und es wird ja nicht erst seit gestern einiges gemacht.

Dass dies nun plötzlich einen Notstand darstellt, ist eher fraglich. Und wenn als erste Aktion nach der Notstandserklärung im Zuger Kantonsrat die Gemeinden Oberägeri und Unterägeri für ihre Schüler zusätzliche Diesel-Busse einsetzen, damit die Schüler direkt nach Menzingen fahren können und nicht im Talacher umsteigen müssen, dann scheint mir, hat irgendjemand nicht verstanden, was ein Notstand ist.

Oder anders ausgedrückt, was kümmert mich die Umwelt, wenn ich etwas Bequemlichkeit benötige. Zumindest habe ich von keinem Schüler gehört, dass er den Zusatzbus bestreikt, weil der noch mehr CO2 generiert und die Umwelt schädigt. Man könnte auch, etwas zynisch gesagt, davon ausgehen, dass der Notstand mit Umweltschutz nichts zu tun hat aber viel mit Polemik und Parteipropaganda für die Wahlen.