PROZESS: Millionen veruntreut – hohe Strafen gefordert

33 Millionen Franken an Pensionskassengeldern sind weg. Drei Beschuldigte sollen dafür verantwortlich sein und für ihr Tun büssen.

Marco Morosoli
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Millionen von Pensionskassen-Geldern sollen die Täter veruntreut haben. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Millionen von Pensionskassen-Geldern sollen die Täter veruntreut haben. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Verantwortliche einer Pensionskassen-Sammelstiftung aus dem Ennetsee stehen derzeit vor dem Zuger Strafgericht. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft an ihre Adresse ist happig: Die drei Beschuldigten sollen zwischen 2003 und 2006 rund 33 Millionen Franken an Pensionskassengeldern statt mündelsicher angelegt, für andere Zwecke abgezweigt haben. In ihrer 79 Seiten umfassenden Anklageschrift versuchte die Staatsanwältin Katja Maag Kistler akribisch die Kanäle nachzuzeichnen, in den die Millionen versickert sein sollen. Was in diesem Schriftstück aber noch fehlte, war der Strafantrag. Gestern präsentierte Maag den drei Beschuldigten die Rechnung für das in ihren Augen strafbare Verhalten. Bis sie ihr hartes Verdikt verkündete, schwitzten die Beschuldigten fast drei Stunden lang. Und dies nicht nur, weil die gegenwärtige Hitze auch in den grossen Gerichtssaal drang.

Neun Jahre Gefängnis gefordert

Der Stiftungsratspräsident F. R. (57) und sein Vize U. T. (53) sollen – so sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer – für mehrfach qualifizierte Veruntreuung und mehrfach qualifizierte Urkundenfälschung für neun Jahre ins Gefängnis. Der Dritte im Bunde – der 61-jährige Vermögensverwalter K. G. – soll derweil wegen Gehilfenschaft zur Veruntreuung und qualifizierter Urkundenfälschung 24 Monate Gefängnis aufgebrummt bekommen. Ein Strafmass, das noch bedingt ausgesprochen werden kann. Zudem soll er eine Busse von 180 Tagessätzen zu 260 Franken bezahlen. Dazu kommen bei der ganzen Troika wohl noch die Untersuchungs- und Gerichtskosten.

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