PSYCHIATRIE: Kanton Zug tritt dem Psychiatriekonkordat bei

Die Kantone Zug, Schwyz und Uri können ihre Psychiatrieversorgung zusammenlegen. Nach den Parlamenten von Uri und Schwyz hat am Donnerstag auch der Zuger Kantonsrat entschieden, dem neuen Psychiatriekonkordat beizutreten.

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Die psychiatrische Klinik in Oberwil bei Zug ist seit 1982 Konkordatsklinik der Kantone Zug, Schwz und Uri. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Die psychiatrische Klinik in Oberwil bei Zug ist seit 1982 Konkordatsklinik der Kantone Zug, Schwz und Uri. (Bild: Christof Borner-Keller / Neue ZZ)

Mit diesem Beschluss können die Psychiatriedienste der Kantone Schwyz, Uri und Zug in einer gemeinnützigen Aktiengesellschaft mit Sitz in Zug zusammengelegt werden.

Die drei Kantone werden dabei die Klinik Zugersee in Oberwil ZG mit zurzeit 133 Betten und rund 240 Mitarbeitenden übernehmen. Der bisherige Besitzer, der Verein Barmherzige Brüder, tritt das Haus wegen Nachwuchsproblemen ab.

Hauptziel des Konkordats ist es, die psychiatrische Versorgung im Einzugsgebiet mit rund 300'000 Einwohnerinnen und Einwohnern effizienter zu machen. Das neue Unternehmen soll alle stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen und Dienste betreiben.

Mit der Zustimmung aller drei Kantone kann das Konkordat im Juli 2017 in Kraft treten, sofern nicht noch das fakultative Referendum ergriffen wird. (sda)