PUBLIC VIEWING: Kein WM-Spektakel in Zug

Viele Zuger Fans freuen sich schon auf die WM in Brasilien. Bei uns findet sie nicht in grösserem Rahmen statt.

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Sommer 2010: Fans der Schweizer Nationalmannschaft schauen sich im Luzerner Schweizerhof das Weltmeisterschaftsspiel gegen Spanien 2010. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Sommer 2010: Fans der Schweizer Nationalmannschaft schauen sich im Luzerner Schweizerhof das Weltmeisterschaftsspiel gegen Spanien 2010. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

«Es gibt bislang noch kein einziges Gesuch um eine Erlaubnis für eine Public Viewing-Veranstaltung», lässt Andreas Bossard, Zuger Stadtrat und Departmentsvorsteher für Soziales, Umwelt und Sicherheit, wissen. Dabei sei die Stadt durchaus «liberal» eingestellt, was die Genehmigung solcher Events angehe. «Wir werden natürlich darauf achten müssen, dass die Nachtruhe eingehalten wird», stellt Bossard klar.

In den nächsten Wochen werde der Stadtrat eine Aussprache zu diesem Thema führen. «Fernseher und kleinere Beamer auf Leinwänden dürften dabei wohl kein Problem darstellen.» Der Zuger Stadtrat bezweifelt indes, ob die WM in Brasilien für die Beizer so attraktiv sei wie jene 2006 in Deutschland oder 2010 in Südafrika, wo es keine beziehungsweise fast keine Zeitverschiebungen gegeben hat. Bossard: «Diesmal gibt es ja auch Spiele, die bei uns erst um Mitternacht und um drei Uhr übertragen werden.»

In der Tat liegt die Anstosszeit der Fussballspiele für die Schweiz aufgrund der Zeitverschiebung von fünf Stunden zwischen Brasilien und Mitteleuropa nicht gerade optimal. Die frühesten Spiele beginnen um 18 Uhr, die meisten anderen Spiele, vor allem dann in den K.O.-Runden, finden nicht vor 22 Uhr statt. Also gerade dann, wenn eigentlich die Nachtruhe beginnt. Nicht gerade die günstigsten Bedingungen für rauschende Fussballfeste im Freien.