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Der Pumptrack soll in Cham gebaut werden

Als letztes der Gewinnerprojekte des Wettbewerbs der Zuger Kantonalbank steht jenes der IG Mountainbike Zug vor der Umsetzung. Seit kurzem liegt das Baugesuch für einen Rundkurs auf der Seematt-Wiese auf.
Christopher Gilb
Setzen sich für den Pumptrack ein (von links): Leander Gautschi, Samuel Birchmeier, Manuel Sigrist, Chris Jans, Ivan Rimensberger und Ralf Guerber. (Bild: Maria Schmid (Cham, 16. Februar 2019))

Setzen sich für den Pumptrack ein (von links): Leander Gautschi, Samuel Birchmeier, Manuel Sigrist, Chris Jans, Ivan Rimensberger und Ralf Guerber. (Bild: Maria Schmid (Cham, 16. Februar 2019))

Ein Pumptrack, das ist ein meist asphaltierter Rundkurs für Mountainbikes, BMX, Kickboards, Skateboards, Inlineskates und vieles mehr. Das Besondere daran: Auf einem Pumptrack muss man nicht in die Pedale treten, um Geschwindigkeit aufzubauen. Es genügt, wenn man durch Auf-und-ab-Bewegungen auf den Bodenwellen – den sogenannten Pumpen – immer wieder aufs Neue Schwung holt und so Tempo für den nächsten Aufstieg aufbaut. Auch ist ein Pumptrack keine Rennbahn, jeder kann an jedem Punkt einsteigen und sich mit seinem jeweiligen Sportgerät entfalten.

Die Jury des Jubiläumswettbewerbs der Zuger Kantonalbank jedenfalls zeigte sich begeistert von diesem Projekt der IG Mountainbike und wählte es 2017 unter die Gewinnerprojekte ihres Wettbewerbs. Doch die Standortsuche gestaltete sich danach schwierig. Entgegen den Erwartungen der Verantwortlichen genehmigte der Zuger Stadtrat im Dezember 2017 den Antrag für eine Anlage nämlich nicht, die Suche begann von neuem.

Gesamtkosten von 450 000 Franken

Jetzt scheint aber ein Licht am Ende des Tunnels in Sicht zu sein. Seit letzter Woche liegt auf der Gemeinde Cham ein Gesuch für eine Pumptrack-Anlage auf einer Fläche von 1600 Quadratmetern auf der Seematt-Wiese, direkt neben der Tennisanlage und gegenüber dem Strandbad, auf. Die Wiese hat bisher keine feste öffentliche Nutzung. «Wir freuen uns sehr, können wir unser Projekt, das für viele Rollsportler in der Region ein Bedürfnis ist, nun endlich lostreten», erklärt Ralph Gürber von der Interessensgemeinschaft Mountainbike Zug (IG), die bereits den Zugerberg Trail betreibt.

Geklappt habe dies, weil die Jugend- und Gemeinwesenarbeit Cham sowie der Chamer Leander Gautschi proaktiv auf die IG zugegangen seien und das Grundstück in Gemeindebesitz vorgeschlagen hätten. Danach habe man gemeinsam ein Projekt ausgearbeitet und dieses der Gemeinde vorgestellt, ergänzt der IG-Präsident Christoph Jans.

Die Gemeinde beteiligt sich nun mit 50000 Franken am Projekt, genauso die Zuger Kantonalbank. Auch hoffe man noch auf Unterstützung vom Sport-Toto Fonds des Kantons und habe schon entsprechende Vorabklärungen mit den Zuständigen getroffen. Auch Sponsoren sollen helfen. Die Gesamtprojektkosten sind mit 450000 Franken angegeben. Da sei aber laut Jans auch die gesamte Fronarbeit eingerechnet, welche die Mitglieder der IG für den Bau der Anlage leisten würden.

Treffpunkt für Familien

Die Bauzeit wiederum soll zwei Wochen für die Aushubarbeiten und vier Wochen für die Arbeiten am Pumptrack betragen. «Nun hoffen wir, dass es keine Einsprachen gibt und wir bald loslegen können», so Jans. Zur Frage der Umweltverträglichkeit des Projekts heisst es deshalb seitens der IG, dass der Pumptrack und seine Begrünung in enger Absprache mit der Gemeinde Cham entworfen und gemäss den Vorgaben umgesetzt würden. Zur Frage möglicher Lärmemissionen heisst es, dass diverse Gutachten zu Pumptracks zeigen würden: Die Lärmbelastung liege in jedem Fall unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte.

Was die Sicherheit anbelangt, werden Pumptracks durch das Bundesamt für Unfallverhütung als sichere, blaue Anlagen eingestuft. Es könne jedoch Stürze geben, weshalb das Tragen eines Helms obligatorisch sei, und das Tragen von Handschuhen und Schonern empfohlen werde.

Gebaut werden soll der Pumptrack von einer der führenden Firmen in diesem Bereich aus Graubünden. Er soll dereinst ein kostenloser Treffpunkt für Sportbegeisterte, Familien und Jugendliche werden. «Wird das Baugesuch genehmigt und geht auch danach alles nach Plan, so wird der Track in Cham spätestens im Dezember 2019 eröffnet sein», zeigen sich die Verantwortlichen zuversichtlich.

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