Pure Freude an der Bewegung in der Aegerihalle

An seiner diesjährigen Tanzaufführung zeigte das Tanzatelier Zug an drei Abenden, wie vielfältig der tänzerische Ausdruck sein kann. Das Publikum war begeistert.

Hansruedi Hürlimann
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Die Aufführung des Tanzalteliers Zug in der Aegerihalle mit dem Programm "Sommernachtszauber" (Christian H. Hildebrand, Unterägeri 28.Juni 2019)
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Die Aufführung des Tanzalteliers Zug in der Aegerihalle mit dem Programm "Sommernachtszauber" (Christian H. Hildebrand, Unterägeri 28.Juni 2019)
Die Aufführung des Tanzalteliers Zug in der Aegerihalle mit dem Programm "Sommernachtszauber" (Christian H. Hildebrand, Unterägeri 28.Juni 2019)
Die Aufführung des Tanzalteliers Zug in der Aegerihalle mit dem Programm "Sommernachtszauber" (Christian H. Hildebrand, Unterägeri 28.Juni 2019)

Die Aufführung des Tanzalteliers Zug in der Aegerihalle mit dem Programm "Sommernachtszauber" (Christian H. Hildebrand, Unterägeri 28.Juni 2019)

«Sommernachtszauber» hiess das Motto des Programms, was an diesem Wochenende bestens zum Wetter passte. Zum Glück für die Akteure auf der Bühne mit ihren schweisstreibenden Bewegungen war die Aegerihalle gekühlt. Denn das, was die Zuschauer in 48 Bildern zu sehen bekamen, verlangte von den Tänzern einiges ab. Die Darbietungen zeigten die ganze Bandbreite tänzerischen Ausdrucks, vom klassischen Ballett über den Jazztanz bis hin zur Moderne mit Breakdance. Die Überschriften, wie zum Beispiel Sommernacht, Paradiesvögel, Feen und Kobolde ermöglichten den Choreografinnen einen breiten Spielraum und dem einzelnen Zuschauer eine eigene Interpretation des Gezeigten.

Wichtig dabei waren auch die vielen, zum Teil ganz unterschiedlichen Kostüme und die Requisiten, deren Vielfalt immer wieder überraschte und für spontanen Applaus sorgte. Angesichts der 262 Tänzerinnen, die in verschiedenen Rollen auftraten, brauchte es für den Kleiderwechsel eine eingespielte Koordination hinter der Bühne. Dies umso mehr, wenn man bedenkt, dass die Jüngsten gerade mal sechs Jahre alt waren. Ein wichtiger Akteur im Hintergrund war auch der Licht- und Tonmeister.

Einige der Tänzerinnen kamen wiederholt in Hauptrollen zum Einsatz. So wie Dominique Nietlisbach und Erin Maynard als Feen, Jennifer Ho als Glücksdrache und Anna Walder, die als Plappervogel souverän durch das Programm führte. Noée Bruppacher, Kaya Fazio und Noemi Schippers hielten als Elfen das turbulente Geschehen zusammen.

Neben Andrea Flanders als Gesamtleiterin waren sechs weitere Frauen und ein Mann für die Choreografie zuständig. «Die Tanzaufführungen sind das Resultat unserer Arbeit während des Jahres», sagte Andrea Flanders in der Pause. Sie betonte die Bedeutung der Teamarbeit und die Unterstützung durch Helferinnen, die einen solchen Auftritt erst ermöglichten. «Die Aegerihalle mit ihrer modernen Infrastruktur ist ein idealer Austragungsort, den wir im Vorfeld für die Proben ungehindert nützen können», so ihre Erfahrung.

Jubiläum soll gewürdigt werden

Beim nächsten Auftritt in zwei Jahren kann das Tanzatelier sein 20-jähriges Bestehen feiern, was auch auf der Bühne zum Ausdruck kommen soll, wie Andrea Flanders verspricht. Angesichts von drei ausverkauften Aufführungen in diesem Jahr dürfte der Publikumsaufmarsch auch in Zukunft gewährleistet sein. Bevor sich jedoch auch die Leiterin in die verdiente Sommerpause verabschieden kann, steht noch der alljährliche, fünftägige Sommerworkshop an (siehe Hinweis).

Infos zum Workshop gibt es unter www.tanzatelierzug.ch.