Putzt und gschtrählet hoch hinaus

Die Fasnacht im kleinen Oberägerer Weiler Alosen war auch in diesem Jahr grossartig. Am Umzug war auch ein Ameisenhaufen dabei.

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So manches wurde auf die Schippe genommen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

So manches wurde auf die Schippe genommen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Wie gut die Alösler Fasnacht ist, hat sich offensichtlich weit herumgesprochen. Lange Kolonnen geparkter Autos an den Zufahrtswegen lassen erahnen, dass die Alösler keinesfalls unter sich feiern. Die Zuschauer im Dorf warten in mehreren Reihen gespannt auf den Umzug. Und unter den Zuschauern befinden sich viele bekannte Gesichter aus dem ganzen Ägerital.

Hervorragend

Die Attraktivität der Alösler Fasnacht kommt nicht von ungefähr. Der Ruf, eine besondere Fasnacht zu haben, hat sich über Jahre und Jahrzehnte gefestigt. 2012 hat einen Teil dazu beigetragen. Der junge Legorenrat mit Legorenvater Marco Meier an der Spitze hat wieder ganze und hervorragende Arbeit geleistet. Putzt und gschtrählet ist das Motto der 103. Alösler Fasnacht – und der Anlass macht dem Motto alle Ehre. Ein gewaltiger Umzug mit sehr aufwendig gestalteten Wagen, ein originelles Bühnenspiel und das abschliessende Fasnachtsvergraben prägen die Festivitäten.

Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ
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Bild: Neue LZ

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Solidarität

Mit Umzugsnummern wird unter anderem an zwei Grossanlässe erinnert, die im Kanton Zug stattfinden werden – oder auch nicht. Eine Nummer widmet sich dem «Musikantenstadl», der aus feuertechnischen Gründen wohl nie in der Bossard-Arena in Zug Station machen wird. Gleichzeitig machen sich die Alösler lustig über das Traumpaar Florian Ast/Francine Jordi. Die Dame war vorher zwischenzeitlich mit einem Mann verheiratet, der in nur wenigen Kilometern Entfernung von Alosen, in Menzingen, aufgewachsen ist: Tony Rominger. Das macht Rominger zwar noch nicht zu einem Alösler; etwas Solidarität rechtfertigt es aber ganz offensichtlich schon. Das im Raum Zug/Baar angedachte Eidgenössische Schwingfest von 2019 wird ebenfalls mit einem aufwendigen Wagen dargestellt. Alt Standesweibel Paul Langenegger aus Baar, der mutmassliche OK-Präsident, kommt gebührend zu Ehren.

Ameisenhaufen

Aber auch in Oberägeri selbst passiert das eine oder andere, das eine Umzugsnummer hergibt. Zum einen das Theater um ein Glockengeläute an einem Haus oberhalb des Dorfes, das einen Zuzüger aus dem Vereinigten Königreich so sehr störte, dass er sich (vergeblich) auf der Gemeinde beschwerte. Die Umzugsnummer heisst bezeichnenderweise «Eis a t’Schällä anä». Eine Nummer mit Schiff, Tennisplatz und vielem mehr erzählt von der Seeufergestaltung, die in einer Urnenabstimmung, nun ja, bachab geschickt wurde.

Töff-Landsgemeinde

Der Töff-Landsgemeinde der SVP Schweiz auf dem Raten wird ein gewaltiger Wagen gewidmet, auf dem ein falscher Blocher eine Rede hält. Wetterprognosen im Allgemeinen und Wetterschmöcker im Besonderen werden mit einem ebenfalls sehr schön gelungenen Wagen thematisiert. Hier fährt sogar der echte Wetterschmöcker Martin Horat (samt Ameisenhaufen) mit. Hoch hinauf geht es schliesslich mit einer Nummer, die sich der neuen Rivalität zwischen dem TCS und der Rega annimmt und die von zwei Helikoptern, einer davon in luftiger Höhe, geprägt wird. Auch dieser Wagen ist «putzt und gschtrählet» – und symbolisiert damit die Alösler Fasnacht 2012 vortrefflich.

Thomas Wyss

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Umzug Rotkreuz (Bild: Karl)
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Fliegenpilze Kindergarten Rotkreuz (Bild: Karl)
Kindergaten Pilze von Rotkreuz (Bild: Karl)
Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
Fasnachtsumzug in Rotkreuz Prominezkutsche (Bild: Theres)
Fliegenpilze am Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
Kindergärner als Fliegenpilz beim Umzug (Bild: Theres)
Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)
Prominezkutsche am Umzug Rotkreuz (Bild: Theres)

Umzug Rotkreuz (Bild: Karl)