Leserbrief

Rad steht, Kind geht

«Zur Verkehrssicherheit von Fussgängern»

Sandra Speck, Oberwil
Drucken
Teilen

Kürzlich hat sich auf einem Fussgängerstreifen an der Artherstrasse in Oberwil ein Unfall ereignet. Die entsprechende Mitteilung enthielt auch einen Appell an alle Fussgänger, sich im Dunkeln sichtbar zu kleiden. Dieser Appell ist absolut berechtigt. Mir ist es aber wichtig, ihn mit einem Appell an die Autofahrer zu ergänzen. Der betroffene Fussgängerstreifen ist Teil des Kindergartenweges meines fünfjährigen Sohnes. Ich beobachte immer wieder, wie er gut sichtbar auf eine Gelegenheit wartet, die Strasse zu überqueren – oft vergebens. Viele Autos halten nicht an und brausen einfach an ihm vorbei. Wie soll ein Kind so das Vertrauen aufbauen, den Schulweg alleine bewältigen zu können? Ich frage mich, was die betroffenen Autofahrer dazu bewegt, einfach weiterzufahren. Ist es Unachtsamkeit oder Egoismus? Oder sind es Zeitgründe?Für mich ist ein solches Verhalten durch nichts zur rechtfertigen, und es löst in mir nur Unverständnis und Ärger aus. Deshalb richte ich folgende Bitten an besagte Autofahrer: Haltet immer an, wenn ein Kind am Fussgängerstreifen steht, und zwar so, wie es die Polizei propagiert: Rad steht, Kind geht. Nehmt euch die Zeit dazu ohne Egoismus. Auch im Strassenverkehr soll es ein respektvolles Miteinander sein. Ich bedanke mich bei jedem Autofahrer, der dazu beiträgt, Unfälle auf Fussgängerstreifen zu vermeiden.