Räuber bunkern Beute in Asylunterkunft

Raub, Drohungen, Tätlichkeiten und sexuelle Belästigung: In der Nacht auf Freitag machten sich Nordafrikaner bei insgesamt vier Raubüberfällen in Zug gleich mehrfach strafbar. Zwei mutmassliche Täter sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.

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In der Nacht auf Freitag kam es laut Mitteilung der Zuger Strafverfolgungsbehörden vom Montag in der Stadt Zug gleich zu vier Raubüberfällen. Die Täter entrissen den insgesamt drei betroffenen Frauen und zwei Männern Handys, Portemonnaies und Handtaschen. Zuvor bedrohten beziehungsweise schlugen sie ihre Opfer. Ein 16-jähriges Mädchen wurde zudem sexuell belästigt.

Täter wohnen in Asylunterkunft

Noch in derselben Nacht konnte die Zuger Polizei in diesem Zusammenhang drei Marokkaner im Alter zwischen 20 bis 24 Jahren festnehmen. Die weiteren Ermittlungen führten am Samstag zu einer zusätzlichen Verhaftung eines 40-jährigen Algeriers.

Die Männer wohnen alle in einer Asylunterkunft in Steinhausen. Eine Durchsuchung führte diverses Deliktsgut zutage. So fanden die Ermittler eine mehrere tausend Franken teure Uhr, Laptops und Mobiltelefone. Eines der sichergestellten Handys konnte bereits einem Raubopfer zugeordnet werden.

Zwei Verdächtige in Untersuchungshaft

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug hat beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft für den 40-jährigen Algerier und einen 23-jährigen Marokkaner gefordert. Dem Antrag wurde am Montagnachmittag stattgegeben. Bei den zwei weiteren Festgenommenen erhärtete sich der Tatverdacht nicht. Sie wurden wieder freigelassen.

pd/bep