Raphael Diaz ruft, und sie kommen alle

88 wollten mitspielen am Golf-Charity-Turnier mit Eishockey-Star Raphael Diaz zugunsten des Eishockeynachwuchses in der Zentralschweiz. Da und dort gab es ein bekanntes Gesicht.

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Raphael Diaz trifft auf seinen ehemaligen Teamkameraden, den früheren EVZ-Verteidiger Livio Fazio (links). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Raphael Diaz trifft auf seinen ehemaligen Teamkameraden, den früheren EVZ-Verteidiger Livio Fazio (links). (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Der Himmel über dem Golfpark Holzhäusern ist am Freitagmorgen wolkenverhangen. Der ehemalige EVZ-Verteidiger Raphael Diaz (29) begrüsst die 88 Spieler, die sich für sein zum ersten Mal durchgeführtes Golf-Charity-Turnier eingeschrieben haben und alle sind gekommen. Mit dem Erlös der Veranstaltung unterstützt der NHL-Profi den Eishockey-Nachwuchs in der Zentralschweiz (Neue ZZ vom Freitag). Die Stimmung unter den Teilnehmern ist gelöst. Alle sind gut drauf, und sie lassen sich die Laune auch durch den leichten Regen nicht vermiesen.

Der Namensgeber des Charity-Turniers wechselt mit jedem Spieler, bevor dieser sich auf den Platz aufmacht, ein paar Worte. Dabei trifft er auf den einen oder anderen Golfer, den er schon lange nicht mehr gesehen hat. Den ehemaligen EVZ-Verteidiger Livio Fazio etwa begrüsst Raphael Diaz freundschaftlich. Sagt dann aber: «Ich habe ihn seit mehr als sechs Jahren nicht mehr gesehen.» In seiner Anfangszeit beim EV Zug noch als Teenager – habe er mit Livio Fazio zusammengespielt. Das schweisst für immer zusammen.

Der Spassvogel auf dem Green

Als Spassvogel erweist sich der bekannte Zuger Osteopath Stan Mostard. Auf dessen Künste vertraut Diaz seit langem. «Als fliegender Holländer bin ich immer aktiv. Ich werde bei jedem Loch Zeit haben, um jemanden zu behandeln», sagt Mostard mit einem Lächeln. Viele der Charity-Golfer nehmen den Wettstreit auch nicht bierernst. «Unser Flight ist nicht der ambitionierteste. Golf muss lustig sein, und wir werden unseren Spass haben», sagt der EVZ-CEO Patrick Lengwiler. Die Teilnahme hat sich Lengwiler nicht lange überlegt. Zudem: Golf ist für ihn ein toller Ausgleich: «Ich kann den Kopf gut freimachen, wenn ich ein paar Stunden abschlage.» Für Markus Niedermann vom Sanitärgeschäft mit dem gleichen Namen aus Baar ist die Teilnahme eine gute «Investition in den Eishockey-Nachwuchs». So wie er denken viele, die sich eingeschrieben haben.

Dominik Senn von der Zuger Sportagentur 4sports ist der Spieler mit dem besten Handicap (minus 2): «Ich betreue Golfspieler, da mache ich natürlich das eine oder andere Training mit ihnen mit.» Auch der ehemalige EVZ-Stürmer Daniel Giger schlägt bei der Diaz-Charity ab. Im Gegensatz zu Senn ist er aber für Eishockeyspieler verantwortlich. Einer seiner Kunden ist Raphael Diaz, den die Zuger Agentur nun ja erfolgreich bei den New York Rangers platzieren konnte. Dort hat Diaz schon vor einem Jahr in den NHL-Playoffs gespielt. Zeit für eine Runde Golf in Rotkreuz hatte auch Dominique Gisin. Sie hat in So­tschi 2014 Gold in der Abfahrt geholt. Sie sei zwar nicht mehr so im Schuss, wie sie freimütig zugibt. Zudem verbringe sie derzeit mehr Zeit beim Fliegen als auf dem Golfplatz. Trotzdem freue sie sich darauf, beim letzten Flight der Diaz-Charity mitzumachen. Der Event ist schon bei der Premiere ein Erfolg. Es kommen insgesamt rund 24 000 Franken zusammen. 10 000 Franken gehen direkt an die Eishockeyclubs der Zentralschweiz. Der Rest wird in die Stiftung Enfi eingeschossen, welche sich um den Eishockeynachwuchs in der Region kümmert. Klar ist: Am 12. August 2016 gibt es eine es zweite Auflage der Diaz-Charity. Diaz wird am 3. September in die Vereinigten Staaten fliegen.

Mit der Golfturnierpremiere ist er zufrieden: «Genial, wie alles geklappt hat.» Nach der Golfrunde gab es noch einen Galaabend mit Steffi Buchli als Moderatorin.

Marco Morosoli

Doninique Gisin verfolgt die Flugbahn ihres Geschosses. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Doninique Gisin verfolgt die Flugbahn ihres Geschosses. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

EVZ-CEO Patrick Lengwiler legt sich den Ball vor. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

EVZ-CEO Patrick Lengwiler legt sich den Ball vor. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Ist Spielvermittler Daniel Giger auch bei kleinen Bällen treffsicher? (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Ist Spielvermittler Daniel Giger auch bei kleinen Bällen treffsicher? (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)