Raser liest bei voller Fahrt SMS

Am Sonntagabend hat die Zuger Polizei einen Autofahrer aus dem Verkehr gezogen, der sich gleich um mehrere Gesetzesartikel foutiert hatte. Der Polizeirapport beinhaltet SMS-Lesen, zu nahes Auffahren, Geschwindigkeitsübertretung und Trunkenheit am Steuer.

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Wie der Medienmitteilung der Zuger Poilzei zu entnehmen ist, fiel einer zivilen Polizeipatrouille auf, wie ein Auto kurz nach 18:00 Uhr in Schlangenlinien auf der Autobahn A14 in Richtung Luzern fuhr. Wie sich später herausstellte, war der Lenker abglenkt. In voller Fahrt habe der Mann eine SMS gelesen.

Nachdem der 30-Jährige das Natel weggelegt hatte, hätte er beschleunigt und sei einem vorausfahrenden Auto aufgefahren. Der Abstand zum Vordermann hätte bei Tempo 140 gerade einmal noch 0.2 Sekunden betragen, so die Poliez.

Mit der Lichthupe hätte er seinem Drängeln Nachdruck verliehen und sei, als der Weg frei war, mit 160 km/h statt der erlaubten 120 km/h davongerast. Die Einsatzkräfte der Zuger Polizei, die alles gefilmt hatten, stoppten den Mann noch vor der Reusstalbrücke. Bei der Kontrolle hätten die Polizisten von einem weiteren Gesetzesverstoss Kenntnis nehmen müssen: Ein Atemalkoholtest fiel mit 0.58 Promille positiv aus, so die Mitteilung. Der im Kanton Zug wohnhafte Kosovare wurde angezeigt, er wird sich vor der Staatsanwalt-schaft des Kantons Zug verantworten müssen.

«Keine Ablenkung. Weniger Unfälle.»

Ablenkung ist jedes Jahr Ursache zahlreicher Unfälle, so die Polizei weiter. Am Steuer nicht bei der Sache zu sein, sei nicht nur leichtsinnig, sondern auch brandgefährlich. Damit der Fokus der Aufmerksamkeit wieder vermehrt der Strasse gewidmet wird, haben Mitte September 2012 diverse Schweizer Polizeikorps die Präventionskampagne «Keine Ablenkung. Weniger Unfälle.» lanciert. Ziel der Aktion ist, die Zahl der Verkehrsunfälle zu senken.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

pd/kst