Rat lehnt Traglufthalle für Zuger Tennisclubs ab

Keine Tennistraglufthalle für die beiden Zuger Tennisclubs: Mit 20 zu 14 Stimmen lehnte der Grosse Gemeinderat einen Investitionsbeitrag von 550'000 Franken ab – zum zweiten Mal.

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An der Sitzung vom 10. Mai 2011 bewilligte der Rat zwar einen Beitrag von 1,7 Millionen Franken an die Sanierung der beiden Tennisanlagen Allmend und Riedmatt, verweigerte aber bereits damals einen solchen für die Traglufthalle wegen deren schlechte Energiebilanz. Danach haben die beiden Tennisclubs ein neues Projekt vorgelegt. Die neue Halle benötigt zwar etwas weniger Energie, kostet dafür 230'000 Franken mehr, wie es in einer Mitteilung aus dem Ret heisst.

Stationäre Halle empfohlen

Diese Fakten kamen bei der Mehrheit des Rates schlecht an: Gegen die hohen Kosten wehrte sich vor allem die SVP-Fraktion: Die Clubs hätten sich zu wenig bemüht, Sponsoren zu finden. Unbehagen machte sich auch wegen der Verwendung des CO2-neutralen Erdgases breit: Von einem «fragwürdigen Ablasshandel» (SVP) bis zu einer «Verlagerung der Probleme» (Alternative-CSP) war die Rede. Beide Fraktionen empfahlen, eine stationären Halle zu bauen. Die Grünliberalen lehnten die Vorlage ebenfalls ab: Die Energiebilanz der Traglufthalle sei noch immer schlecht und erst recht für eine Stadt, deren Bewohnerinnen und Bewohner die 2000-Watt-Initiative angenommen hätten.

pd/bep