RATING: Glencore bleibt unangefochten an der Spitze

Der Zuger Rohwarenhändler Glencore ist trotz einem leichten Umsatzrückgang nach wie vor das umsatzstärkste Unternehmen der Schweiz. Auf Platz zwei und drei folgen Nestle und Roche.

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Der Firmensitz von Glencore in Baar. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Der Firmensitz von Glencore in Baar. (Bild: Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Glencore hat im vergangenen Jahr laut einer Zusammenstellung der «Handelszeitung» sowie von Dun & Bradstreet (Schweiz) AG einen Umsatzrückgang von 2,9 Prozent auf 165 Milliarden Franken hinnehmen müssen. Der Vorsprung auf den engsten Verfolger, den Nahrungsmittelmulti Nestle, ist damit zwar etwas geschmolzen – bedrängen kann Nestle Glencore jedoch nicht. Bei Nestle ist der Umsatz um 2,1 Prozent auf 109,9 Milliarden Franken angestiegen.

Auch Zuger Xstrate unter Top 5
Die drittplatzierte Roche weist bereits weniger als die Hälfte des Umsatzes von Nestle auf: Der Basler Pharmakonzern erzielte einen Umsatz von 45,6 Milliarden Franken, 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Dicht dahinter folgt Novartis mit einem Anstieg des Umsatzes um 3,1 Prozent auf 44,15 Milliarden Franken. An fünfter Stelle schliesslich liegt der Elektrotechnikkonzern ABB. Auf den weiteren Plätzen folgen Cargill, Adecco, Petroplus, Xstrata und Mercuria Energy Trading. Mit Glencore, Cargill, Xstrata und Mercuria platzierten sich gleich vier international, ab Zug oder Genf tätige Rohstoffhändler in den Top ten.

141 Umsatzmilliardäre
Trotz erster Konsequenzen des Wirtschaftsabschwungs habe 2008 rund die Hälfte der erfassten Schweizer Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen (ohne Banken und Versicherungen) beim Umsatz erneut zugelegt, schreibt die «Handelszeitung» weiter. Mit der Energiedienst Holding, der Migros-Tochter Micarna, der Fritz Meyer Holding und mit Kudelski hätten vier Firmen die Umsatz-Schallgrenze von einer Milliarde Franken durchbrochen. Damit gebe es nun 141 Umsatzmilliardäre, zwei mehr als im Vorjahr.

Während 2007 nur gerade drei Unternehmen rote Zahlen geschrieben hätten, seien es im vergangenen Jahr bereits 22 gewesen. Darunter hätten sich so prominente Namen wie Ciba, Petroplus, OC Oerlikon, Rieter, Straumann, Clariant und die SRG befunden. Von 200 Firmen, die Auskunft über ihre Ertragssituation erteilt hätten, verzeichneten 125 Unternehmen einen rückläufigen Gewinn. Zehn Firmen sei es gelungen, den Gewinn zu verdoppeln.

ap/scd