RAUMPLANUNG: Zug will keine Skipisten im Richtplan

Die historischen Skipisten am Zugerberg werden nicht im kantonalen Richtplan verankert. Der Zuger Kantonsrat hat entschieden, dass ein solcher Eintrag überflüssig sei. Wer auf diesen Abfahrten unterwegs ist, muss somit auch in Zukunft mit Stacheldraht und Zäunen rechnen.

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Skipisten, im Bild am Lindenberg in Menzingen, werden im Kanton Zug nicht in den Richtplan aufgenommen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Skipisten, im Bild am Lindenberg in Menzingen, werden im Kanton Zug nicht in den Richtplan aufgenommen. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Der Entscheid, die Skipisten nicht in den Richtplan aufzunehmen, fiel in erster Lesung mit 39 zu 21 Stimmen. Die zweite Lesung mit Schlussabstimmung findet in einigen Wochen statt.

Mit dem Richtplan-Eintrag wären Gemeinden und Grundeigentümer verpflichtet worden, die Abfahrten freizuhalten. Eine Mehrheit des Rates war aber der Meinung, dass dieses Thema etwas gar romantisch und nostalgisch sei, um im Richtplan geregelt zu werden.

Die Skiabfahrten seien ohnehin nur während weniger Tage pro Jahr ein Thema. Den Gemeinden entstehe damit nur Mehraufwand. Die Ratsmehrheit war somit anderer Meinung als der Regierungsrat, der die Sicherung der historischen Abfahrten sinnvoll fand.

Autobahn-Halbanschluss Bibersee gestrichen

Aus dem Richtplan gestrichen wurde am Donnerstag zudem der Autobahn-Halbanschluss Bibersee, der einst zwischen den Autobahn-Anschlüssen Zug und Affoltern am Albis ZH vorgesehen war.

Die verkehrstechnischen Vorteile seien zu gering, begründete die Regierung den Antrag. Zudem entlaste die neue Strasse Grindel-Bibersee das Dorf Steinhausen schon heute vom Durchgangsverkehr. Die Ratsmehrheit war gleicher Meinung. (sda)