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REAKTIONEN: Thomas Aeschi: «Für mich gehts weiter wie bisher»

SVP-Bundesratskandidat Thomas Aeschi gibt sich nach seiner Wahlniederlage als fairer Verlierer: «Die SVP ist nun wieder mit zwei Vertretern im Bundesrat vertreten. Dies entspricht dem Wählerwillen», sagte der Zuger gegenüber Fernsehen SRF. Enttäuschung herrschte hingegen in Baar.
Der Zuger Bundesratskandidat Thomas Aeschi, rechts, gibt seine Stimme in die Wahlurne neben Fraktionskollegin Magdalena Martullo-Blocher, GR. (Bild: PETER KLAUNZER)

Der Zuger Bundesratskandidat Thomas Aeschi, rechts, gibt seine Stimme in die Wahlurne neben Fraktionskollegin Magdalena Martullo-Blocher, GR. (Bild: PETER KLAUNZER)

Er selber sei nahe an einer Wahl in die Landesregierung gewesen und habe sich auf beide Szenarien eingestellt: «Selbstverständlich hätte ich gerne im Bundesrat etwas für unser Land gemacht», sagte der Zuger Nationalrat.

Über die Wahl des SVP-Vertreters Guy Parmelin zeigte sich Aeschi zufrieden: Er erhoffe sich, dass die SVP durch die Wahl des Waadtländers in den Bundesrat in der Westschweiz an Wählerpotenzial zulegen könne.

Für ihn persönlich gehe es nun «gleich weiter» wie bisher: Die Arbeit im Parlament sei ebenfalls ein wichtiger Beitrag. Es stünden wichtigen Themen an, sagte Aeschi mit Blick etwa auf die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative.

Baar applaudiert Parmelin ganz höflich

Lange Gesichter gab es in Baar: Bei den knapp 50 Sympathisantinnen und Sympathisanten von Thomas Aeschi hat sich kurz vor Mittag Enttäuschung breitgemacht. Statt Jubel für den eigenen Kandidaten gab es höflichen Applaus für Guy Parmelin: Die Zuger SVP und ihre Sympathisanten hatten sich diese Wahl anders vorgestellt.

Bezeichneten viele Aeschis Chancen während des Vormittags noch als «intakt», wurde die Stimmung mit jedem Wahlgang etwas gedämpfter. Als kurz vor Mittag feststand, dass kein Zuger in die Landesregierung einzieht, war es plötzlich komplett still - gefolgt von Beifall für den Frischgewählten.

Nachteil: Ruf eines Blocher-Ziehsohnes

Ganz unerwartet sei diese Niederlage ja nicht gekommen, sagte SVP-Kantonsrat Philipp C. Brunner auf Anfrage der sda. Parmelin habe in den vergangenen 48 Stunden viel Boden gut gemacht.

Dass Aeschi nicht gewählt worden sei, liege wohl hauptsächlich am Alter. «Seine politische Karriere ist noch sehr kurz.» Parmelin sei natürlich bekannter, weil er länger im Parlament sei.

Als «schade» bezeichnet es Brunner aber, dass Aeschi erfolgreich der Ruf eines Blocher-Ziehsohnes angehängt worden sei. Dabei stimme das gar nicht. «Thomas hat eine eigene Meinung.»

Nachfolger von Maurer oder Brunner?

Für den Zuger SVP-Kantonsrat Karl Nussbaumer ist die Niederlage zwar enttäuschend. «Aber Thomas Aeschi hat einen grossen Achtungserfolg erzielt», sagte er. Immerhin habe er das zweitbeste Resultat erzielt. Verloren sei damit ohnehin nichts.

Nussbaumer kann sich vorstellen, dass Aeschi in vier Jahren erneut antritt - etwa als Nachfolger von Bundesrat Ueli Maurer. «Ich sähe ihn auch als neuen Präsidenten der SVP Schweiz, wenn Toni Brunner dann irgendwann aufhören will.»

sda

Freude auf der einen Seite, lange Gesichter auf der anderen: Landschreiber Tobias Moser scheint etwas enttäuscht über die Nichtwahl Aeschis. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)

Freude auf der einen Seite, lange Gesichter auf der anderen: Landschreiber Tobias Moser scheint etwas enttäuscht über die Nichtwahl Aeschis. (Bild: Harry Ziegler / Neue ZZ)

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