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Realistische Ideen sind gefragt

Zum Leserbrief «Setzen wir auf umweltfreundliche Technologien», Ausgabe vom 26.November

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Als sachlicher und pragmatischer Politiker bürgerlich-­liberalen Zuschnittes ist mir Georges Theiler bekannt. Nun kommt er in seinem Leserbrief daher und stellt fest, dass die Probleme der Energieversorgung, Klimaveränderung, Umwelt et cetera gelöst seien, es fehle nur noch die Umsetzung. Das erstaunt doch nicht wenig. Dass eine Strom­mangellage die grösste Gefahr (grösser als Pandemie) für unser Land darstellt, hält gar der Bundesrat fest. Und was ist die Lösung? Ausserbetriebnahme von KKW, keine Planung von GuD-Kraftwerken, keine Stand-by-KW vorsehen, Stromimportverträge auslaufen lassen et cetera. Die stark subventionierten erneuerbaren Energien werden das Manko nie decken können. Niemand macht etwas, auch nicht das BFE. Nur der Kantonsrat von Zug der den Regierungsrat auffordert Vorkehrungen zu treffen, dass die Stromversorgungssicherheit garantiert ist, wie der «Zuger Zeitung» zu entnehmen ist.

Das CO2-Problem: Das von der FDP unterstützte CO2-Gesetz ist nichts anderes als eine Umverteilung nach sozialistischem Muster das rein gar nichts zur weltweiten CO2-Reduktion bewirken kann. Eingedenk der Tatsache, dass unser Beitrag am weltweiten CO2-Ausstoss ein Promille beträgt, China aber, als Exportweltmeister, gemäss Pariser Abkommen in den nächsten zehn Jahren 50 Prozent mehr CO2 ausstossen darf, zeigt deutlich die Bedeutungslosigkeit dieses Gesetzes. Herr Theiler stellt richtig fest, dass die Umsetzung fehlt, sagt aber nicht, dass sie gar nicht möglich ist. Realistische Ideen sind gefragt, unerheblich von wem.

Rudolf Balsiger, Zug