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Leserbrief

Realwirtschaftlich nutzlos

«Schwyzer Bitcoin-Firma plant ICO», Ausgabe vom 7. August

Während die Finanzlobby ihre Kettenhunde in Parlament und Medien auf die Initianten der Vollgeld-Initiative losgelassen hat, die die «teuflische» Vorstellung vertraten, dass das Geldwesen wieder einen Bezug zur realen Wirtschaft haben müsse, lesen wir bald täglich unkritische, unkommentierte Artikel über irgendwelche Start-ups im Bereich Kryptowährungen. Riesige, energiesaugende Rechenzentren produzieren Ethers und «schürfen» Bitcoins ohne jeden realwirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Nutzen. Während z. B. Komplementär- oder Regionalwährungen einen nachweisbaren Nutzen für das wertschöpfende Gewerbe und die Schaffung von Arbeitsplätzen zeitigen, geht es beim Kryptohype nur um ein einziges Thema, welches schon Aristoteles vor 2300 Jahren auf den Punkt gebracht hat: «Die Produktion und der Verkauf eines sozial nützlichen Gutes mit Gewinn gehört in den Bereich der Oikonomia, der natürlichen Erwerbskunst; der Produzent hat eine gesellschaftlich anerkannte Leistung vollbracht, für die er entschädigt wird. Dagegen könne man die reine Spekulation, das Vergrössern einer Geldmenge, ohne eine gesellschaftlich anerkannte Leistung zu erbringen, als Chrematistik bezeichnen.»

Thomas Brändle, Unterägeri

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