Rebells schicken Martigny mit einer Packung heim

Die Oberwil Rebells gewinnen den Cup-Viertelfinal zu Hause gegen den SHC Martigny mit 11:1 und sichern sich einen Platz am Final Four Turnier in Raron.

Moritz Hausherr
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Rebells Raphael Enzler versucht Martignys Torhüter Adrien Mottiez auszutricksen.

Rebells Raphael Enzler versucht Martignys Torhüter Adrien Mottiez auszutricksen.

Bild: Stefan Kaiser (Zug, 8. Februar 2020)

Nach dem gewonnen Spitzenkampf vom letzten Wochenende gegen die Sierre Lions wartete mit dem SHC Martigny im Cup-Viertelfinal eine weitere schwierige Aufgabe auf die Rebells. Die Unterwalliser erwiesen sich in den letzten Jahren immer wieder als unangenehmen Gegner und standen vor zwei Jahren auch schon im Halbfinale des Cups.

Schon vor Beginn der Partie gab es eine erfreuliche Nachricht aus den Zuger Reihen. Goran Nisevic, langjähriger Stürmer der Oberwiler, konnte nach einem Kreuzbandriss vor gut eineinhalb Jahren seine erste Partie bestreiten. «Ich war doch etwas überrascht, als ich erfahren habe, dass ich gleich zu Beginn spielen werde», meinte Nisevic und fügte hinzu: «In den ersten paar Einsätzen war ich schon etwas nervös, muss ich eingestehen. Die Mannschaft vereinfachte mir meine Rückkehr aber und die anfängliche Nervosität legte sich schnell. Ich war sehr froh, nach so langer Zeit wieder auf dem Feld stehen zu können und der Mannschaft zu helfen.»

Patrick Döbeli schoss die Zuger in Führung

Oberwil startete stark in die Partie und konnte den Gegner aus dem Wallis gleich zu Beginn unter Druck setzen. Das Spiel fand in der Startphase hauptsächlich in der Hälfte des SHC Martigny statt und so dauerte es auch nicht lange, bis die Walliser das erste Mal in Unterzahl agieren mussten. Zehn Sekunden vor Ablauf der Strafe konnte Patrick Döbeli die Zuger in der siebten Spielminute 1:0 in Führung schiessen.

Martigny fand darauffolgend aber besser ins Spiel und wusste die Offensive der Rebells zu neutralisieren. Die Zuger wirkten nach der Führung etwas unkonzentriert, waren zu ungenau im Abschluss und nahmen unnötige Strafen in Kauf. So war es auch nicht unverdient, als Martigny kurz vor Ende des ersten Drittels die zweite Chance in Überzahl ausnutzte und ausgleichen konnte. Tibor Kapanek und Assistenztrainer Patrick Wismer waren mit dem ersten Drittel ihrer Mannschaft nicht zufrieden und forderten vom Team mehr Motivation und Überzeugung in den Zweikämpfen und Abschlüssen.

Auch wenn den Zugern im Mittelabschnitt durch Andrew Hildreth nur zwei Tore gelang, war es ein deutlich besserer Auftritt der Rebells als noch im ersten Drittel. Dank der Diszipliniertheit und der äusserst zähen Spielweise des SHC Martigny aber war dieses Spiel noch nicht entschieden und die Walliser konnten nach dem zweiten Abschnitt weiterhin auf eine Überraschung hoffen.

Kampfgeist der Gäste nahm kontinuierlich ab

Drei schnelle Tore innerhalb von fünf Minuten im letzten Abschnitt begruben aber jegliche Hoffnungen der Gäste. Dies war dann auch klar ersichtlich in der Spielweise der Walliser. Der noch am Anfang vorhandene Kampfgeist und die Motivation des SHC Martigny nahmen im Schlussabschnitt kontinuierlich ab und die Zuger konnten bis zum Ende der Partie noch fünf weitere Tore erzielen.

Oberwil gewann schlussendlich dank einem starken zweiten und dritten Drittel verdient mit 11:1 und trifft nun in Raron am Final Four Turnier am 18. April im Halbfinal entweder auf die Horgenberg Hammers (NLB), die Sierre Lions oder den SHC Grenchen (beide NLA).