Rechnung Unterägeri: Die Steuereinnahmen sind höher ausgefallen

Die Rechnung der Gemeinde Unterägeri schliesst mit einem Überschuss von 3,4 Millionen Franken.

Vanessa Varisco
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Das Schulhaus Acher Mitte wird die Gemeinde noch bis zum Bezug 2023 beschäftigen.

Das Schulhaus Acher Mitte wird die Gemeinde noch bis zum Bezug 2023 beschäftigen.

Visualisierung: PD

Statt wie budgetiert mit einem kleinen Minus schliesst die Rechnung Unterägeri mit einem deutlichen Plus: Bei einem Aufwand von 47,4 Millionen Franken und einem Ertrag von 52,2 Millionen Franken beträgt der Überschuss 3,4 Millionen Franken. Die Verwaltung habe die Kosten im Griff, schreibt die Gemeinde Unterägeri in einer Medienmitteilung. Der Gesamtaufwand weicht nur geringfügig vom Budget ab, er unterschreitet die geplanten Ausgaben um 0,8Prozentpunkte. «Entscheidend für den hohen Überschuss waren die höheren Steuererträge», weiss Gemeinderat Josef Iten-Nussbaumer (CVP). «Im Weiteren haben wir auch die Kosten gut im Griff», findet er. Die Steuereinnahmen fallen besonders bei natürlichen Personen höher aus, was an den laufenden Erträgen als auch an den Nachbezügen aus den Vorjahren liege. Dies sorgt für eine Budgetüberschreitung von 2,1 Millionen Franken. «Massgeblich dazu beigetragen haben aber auch insbesondere die Vermögenssteuern», erklärt Iten.

Tiefer als im Vorjahr sind die Erträge aus den Grundstückgewinnsteuern ausgefallen: Sie übersteigen das Budget allerdings dennoch um 1,1 Millionen Franken, wie der Mitteilung zu entnehmen ist. «Das Ergebnis stimmt uns zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft wieder mit höheren Steuereinnahmen rechnen können», erläutert der Vorsteher Finanzen. Die für das Jahr 2020 vorgenommene Reduktion des Steuerfusses von 64 auf 60 Prozentpunkte erweise sich als richtiger Schritt. Ob nächstes Jahr eine weitere Steuerreduktion möglich sei, müsse der Gemeinderat noch besprechen, erläutert er weiter. «Läuft die Entwicklung der Steuereinnahmen aber so weiter, wäre es in den nächsten Jahren durchaus möglich, die Steuern nochmals zu senken», bestätigt der Vorsteher Finanzen.

Corona wird wohl Spuren hinterlassen

Tiefer als erwartet sind die Investitionen ausgefallen. Mit 2,5 Millionen Franken sind die Nettoinvestitionen um 0,8 Millionen Franken tiefer ausgefallen als budgetiert. Dies vor allem deshalb, weil es zeitliche Verzögerungen bei mehreren kleineren Projekten gab. Iten führt näher aus, dass es sich vor allem um kleinere Strassenprojekte, die Erneuerung der Minigolfanlage sowie die teilweise Neugestaltung des Friedhofs handle. «Aber auch Vorbereitungsarbeiten für die Sanierung des Dorfschulhauses und des Gemeindehauses gerieten leicht in Verzögerung», führt er aus. Diese kleineren Projekte sollen im laufenden Jahr realisiert werden. Auf Grund der aktuellen Coronakrise dürften diese Sanierungen aber noch einmal etwas in Verzögerung geraten. «Vermutlich werden sich die Auswirkungen der Krise auch in der Rechnung niederschlagen. Für Prognosen ist es aber noch zu früh», bekräftigt der Finanzvorsteher. Er geht aber davon aus, dass sich die Krise vor allem in den Folgejahren markant auswirken werde. Zeitgleich zu den vergleichsweise kleineren Projekten ist das Schulhaus Acher Mitte in Angriff genommen worden. «Dieser Bau wird uns noch bis zu dessen Bezug 2023 beschäftigen.» Per Jahresende ergibt sich schliesslich ein Verwaltungsvermögen von 11,2 Millionen Franken. Der Gemeinderat zeigt sich erfreut und zufrieden über das positive Ergebnis. «Der Finanzhaushalt steht sehr solide da», findet Josef Iten. Dennoch will er den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen und das Kostenbewusstsein weiterhin fördern.