Rechnungsabschluss : 12 Millionen Franken Plus für Cham

Zu verdanken ist das gute Ergebnis der Jahresrechnung 2019 insbesondere höheren Steuereinnahmen.

Carmen Rogenmoser
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Die Gemeinde Cham steht finanziell auf soliden Beinen.

Die Gemeinde Cham steht finanziell auf soliden Beinen.

Bild: Matthias Jurt (Cham, 9. April 2020)

Cham geht in die gleiche Richtung wie andere Zuger Gemeinden auch: Der Finanzhaushalt präsentiert sich gesund. Die Jahresrechnung 2019 schliesst mit einem Plus von rund 12,1 Millionen Franken. Damit ist der Gewinn um rund 11,3 Millionen Franken höher als budgetiert.

Der Gesamtertrag liegt bei 103,8 Millionen, der Aufwand bei 91,7 Millionen Franken. Das gute Resultat basiere zum grössten Teil auf höheren Steuereinnahmen, ist der Mitteilung zu entnehmen. Sowohl bei den natürlichen Personen (plus 3,1 Millionen) als auch bei den juristischen (plus knapp 1,6 Millionen) wurde das Budget übertroffen. Das Gleiche gilt für die Grundstückgewinnsteuern, die Mehreinnahmen von knapp 5,3 Millionen Franken generierten. «Die nicht erwartet grossen Einnahmen bei der Grundstückgewinnsteuer sind jedoch nicht voraussehbar und diese sind sicher einmalig», sagt Gemeindepräsident und Finanzvorsteher Georges Helfenstein.

Die Lage wird genutzt, so wurde bereits an der GV vom Dezember 2019 mit dem Budget 2020 eine Steuersenkung um zwei Prozent beschlossen. Das gute Ergebnis zeige, «dass wir sorgsam mit den Geldern umgehen, von unerwarteten Einnahmen profitieren konnten, und dass wir natürlich über so ein Ergebnis erfreut sind», führt er weiter aus.

Höhere Lohnkosten als angenommen

Neben den Einnahmen war auch der Aufwand etwas höher als budgetiert. Zwar seien der am ehesten beeinflussbare Sach- und übrige Betriebsaufwand wie auch die Abschreibungen des Verwaltungsvermögens tiefer ausgefallen als angenommen, zu Buche schlagen aber unter anderem die Löhne des Verwaltungs- und Betriebspersonals sowie die Löhne der Lehrkräfte. «Das hat vor allem auch mit der Entwicklung der Schülerzahlen zu tun, der Zunahme von DaZ- (Deutsch als Zweitsprache) und IS- (Integrative Sonderschulung) Stunden, sowie Stellvertretungslösungen», führt der Finanzchef aus.

Bei einigen Projekten wurde weniger ausgegeben. Als Beispiel wird die Sanierung der Schulanlage Röhrliberg genannt, bei der 2,2 Millionen Franken erst im laufenden Jahr bezahlt werden müssen. Das Investitionsvolumen belief sich auf 9,3 Millionen Franken (4,4 Millionen weniger als im Budget). «Wir sind auf dem richtigen Weg», sagt Helfenstein. «Jedoch müssen wir auch in Zukunft weiterhin Sorge tragen und verantwortungsvoll mit den Finanzen umgehen.»