RECYCLING: Der Computer soll helfen, Papier zu sparen

Welches ist das beste Papier für die Kantons­verwaltung? Die Regierung bemüht sich um Recycling, ihr sind jedoch Grenzen gesetzt rechtlich und technisch.

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(Karikatur Jals)

(Karikatur Jals)

Der Kanton kann im Sinn des vernünftigen Verwaltens «nicht bei jedem Dokument fragen, ob es archivwürdig ist oder nicht, ob es auf alterungsbeständigem Papier ausgedruckt werden muss oder ob Recyclingpapier verwendet werden kann». Dies antwortet der Regierungsrat auf eine Interpellation von Kantonsrat Eric Frischknecht (Alternative, Hünenberg). Dieser hatte sich nach dem Verbrauch von Recyclingpapier beim Kanton erkundigt.

Die Archivierung ist das grösste Problem
Die Kantonsverwaltung verwendet 5 Prozent Recyclingpapier, 95 Prozent sind FSC-Papier. Frischknecht betont: «Der Anteil an Altpapier bei der Papierherstellung ist in den letzten drei Jahren rückläufig.»

Es ist keine Frage der Kosten. 1000 Blatt Recyclingpapier kosten derzeit 9.91 Franken, FSC-Papier 10.05 Franken. Die Problematik liegt tiefer: in der Papierart, in der Herstellung, der Umweltfreundlichkeit und der Archivierung. «Für Geschäftsunterlagen aller Art muss grundsätzlich und zwingend Primärfaserpapier gemäss ISO 9706 verwendet werden», so die Regierung.

«Teure Restaurierungsverfahren minimieren»
Die öffentlichen Verwaltungen unterstehen der allgemeinen Archivierungspflicht, und die archivwürdigen Unterlagen müssen mit langfristig haltbarem Papier erstellt werden. «Der Einsatz geeigneter Papiere hilft, sehr teure Restaurierungsverfahren in der Zukunft für Papiererhaltung, Konversion und Massenentsäuerung zu minimieren», schreibt der Regierungsrat.

Es gebe Verwendungszwecke, bei dem weisses Papier geboten sei, sagt die Regierung weiter: «Dies ist die Mehrzahl der Anwendungen.» Für Recyclingpapier bleibe in der kantonalen Verwaltung immer noch »eine breite Verwendungspalette von Vervielfältigungen zuhanden Dritter (wie Kantonsratsvorlagen) bis zu Verpackungen und Kuverts.

Karl Etter

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.