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Ref. Kirche Zug: Multimediales Projekt zurückgewiesen

Zum 150. Geburtstag der Reformierten Kirche des Kantons soll eine multimediale Dokumentation über deren Geschichte entstehen. An der Sitzung des Grossen Kirchgmeinderates wurde das Projekt zurückgewiesen.

(cb/pd) Zum 150. Geburtstag der Reformierten Kirche des Kantons Zug im Jahr 2013 wurde Material zu deren Geschichte zusammengetragen. Dieses bildet nun die Grundlage für das Projekt «Zoé will’s wissen», eine multimediale Dokumentation über die Geschichte der Reformierten Kirche Zug. Zusätzlich wurde in den einzelnen Bezirken recherchiert. Die Redaktion wurde begleitet von Pfarrerin Irène Schwyn, Pfarrer Manuel Bieler, Religionslehrerin Pia Irànyi-Minder, Sozialdiakonin Tabea Wyrsch und Projektleiterin Maria Oppermann. An der Sitzung des Grossen Kirchgemeinderates vom letzten Montag stellte Kirchenratspräsident Rolf Berweger das Projekt vor und spielte dem Rat einen kurzen Auszug aus der bereits erstellten Audiodatei vor.

Digitales Storytelling

Die Audio-Daten stehen seit April 2019 zur Verwendung bereit. Die Arbeiten der beauftragten Dornbusch Medien AG umfassten Recherche, Erstellung der Geschichten, des Manuskriptes, Tonstudioaufnahmen und Fertigstellung der Audiodateien. Der Budgetrahmen von 35 000 Franken wurde eingehalten. Die multimediale Zeitreise verbindet die Kraft des Storytellings mit den Möglichkeiten digitaler Medien. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Zoé, eine Teenagerin, die sich für ein Schulprojekt mit der Geschichte der Reformation befassen muss. Zusammen mit ihrem Vater bereist sie auf einem Scooter den Kanton und entdeckt Bezirk für Bezirk.

Das Multimedia-Konzept erlaubt es den Usern, die verschiedenen Etappen der Zeitreise sowohl einzeln via Direkteinstieg in den gewünschten Standort als auch zusammenhängend zu erleben. Sie ist zeit- und ortsunabhängig zugänglich. Via Smartphone ist auch eine Nutzung vor Ort an den diversen Schauplätzen möglich. Die Audio-Dateien werden für eine optimale Wirkung auf digitalen Endgeräten wie Smartphones, Tablets und so weiter in eine multimediale Produktion eingebettet, welche die Tonspur mit Illustrationen, Bildern, Bildgalerien und weiteren Features anreichert.

Interessante Fakten werden aufbereitet

Die 150-jährige Geschichte der Reformierten Kirche im Kanton Zug steckt voller interessanter Fakten und Begebenheiten. Mit dem Projekt einer multimedialen Zeitreise werden diese erstmals systematisch aufbereitet und wirkungsvoll vermittelt. Ziel ist es, vor allem Jugendliche für das Thema zu gewinnen. Die aufbereiteten Audio-Daten bilden die Grundlage für das Projekt. Entstehen soll eine spannende Dokumentation der Zuger Reformationsgeschichte, inklusive Einblick in die sakrale Architektur. Die Inhalte aus allen Bezirken sollen aus kantonaler, regionaler und lokaler Sicht differenziert aufgearbeitet werden. Damit soll ein nachhaltig einsetzbares und modular erweiterbares Kommunikationsmittel geschaffen und mit Interessengruppen wie Zug Tourismus oder Kulturpunkte verlinkt werden.

Nach der Abnahme des Grobkonzepts in der Arbeitsgruppe Neue Medien am 28. November 2018 wurde durch die Werbeagentur Festland in St. Gallen ein Multimedia- und Kreativkonzept konkretisiert und am 9. April 2019 dem Kirchenrat vorgestellt. Es stiess bei allen Beteiligten auf wohlwollenden Zuspruch. Die Agentur Festland legte dem grossen Kirchgemeinderat ihr Kreativkonzept vor, welches mit einem Budget von 120 000 Franken für die Erstellung der digitalen Plattform rechnet. Das Kostendach liegt bei 130 000 Franken. Der Betrag soll dem Ertragsüberschuss der Rechnung 2018 entnommen werden. Das Projekt stiess beim Kirchgemeinderat grundsätzlich auf Wohlwollen, wurde jedoch nach eingehender Diskussion trotzdem zurückgewiesen.

Unsicherheit bezüglich der Rechtslage

«Es besteht eine gewisse Unsicherheit darüber, ob das Projekt mit dem doch recht hohen Kostendach unter das Submissionsgesetz des Kantons fällt oder nicht», erklärte Präsident Rolf Berweger. Seines Erachtens stellt dies einen Grenzfall dar, da es sich um ein Kreativprojekt handelt. «Ich werde das nun beim Kanton abklären und mich beraten lassen.» Danach wird das Projekt ins ordentliche Budget des nächsten Jahres aufgenommen und im Herbst 2019 nochmals dem Kirchenrat präsentiert. «Sollten wir das Projekt öffentlich ausschreiben müssen, verzögert sich dessen Realisierung um einige Zeit», so Berweger. Das sei zwar schade, aber nicht weiter tragisch.

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