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Beat Villiger: «Ich kann mir vorstellen, eine andere Direktion zu führen»

In einer persönlichen Stellungnahme hat der CVP-Sicherheitsdirektor am Donnerstag bekannt gegeben, dass er die kommende Legislatur antreten wird. Er bedauere die entstandene Verunsicherung in der Öffentlichkeit und erklärt, weshalb er Bedenkzeit gebraucht hat.
Rahel Hug
Der CVP-Justizdirektor Beat Villiger bleibt Regierungsrat. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 7. Oktober 2018))

Der CVP-Justizdirektor Beat Villiger bleibt Regierungsrat. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 7. Oktober 2018))

Bleibt er oder bleibt er nicht? Seit dem Wahlsonntag, dem 7. Oktober, hat man sich in Zug und in der ganzen Zentralschweiz gefragt, ob der CVP-Regierungsrat Beat Villiger sein Amt nun auch tatsächlich antreten wird. Jetzt steht fest: Beat Villiger bleibt Regierungsrat.

In einer persönlichen Stellungnahme hat er seinen Entscheid am Donnerstag kommuniziert. Nach «gründlicher Beurteilung der Geschehnisse in den letzten Wochen und Tagen» habe er sich entschieden, das Amt als Regierungsrat für die Legislatur 2019 bis 2022 anzutreten.

Er danke allen Wählern, die ihm mit einem sehr guten Ergebnis – Villiger erreichte das drittbeste Resultat – das Vertrauen ausgesprochen hätten. «Diese Anerkennung weiss ich sehr zu schätzen, denn sie zeigt, dass ich meine Aufgabe als Regierungsrat in den vergangenen Jahren gut erfüllt habe und die Zugerinnen und Zuger mit meiner Amtstätigkeit zufrieden sind.»

Fehler gemacht – als Privatperson

Er habe in der Vergangenheit als Privatperson Fehler begangen, nicht als Direktionsvorsteher oder Regierungsrat, so Villiger weiter. «Diese Fehler bereue ich sehr. Sie tun mir für meine Familie, mein Umfeld und meine Partei leid. Sie wurden von der zuständigen Staatsanwaltschaft Luzern in allen Aspekten untersucht und abschliessend beurteilt. Das Verfahren wurde eingestellt und ist damit erledigt.»

Aufgrund einer Amtsgeheimnisverletzung sei dieses Verfahren öffentlich gemacht worden. «Bekanntlich flochten sich dann Aspekte meines Privatlebens mit ein. Dieses mir so wichtige Grundrecht konnte in der Folge nicht mehr geschützt werden.»

Er bedaure die dadurch entstandene Verunsicherung der Öffentlichkeit. Trotz des sehr guten Wahlresultates habe er am Wahlsonntag nicht sofort zur Tagesordnung übergehen wollen. Er danke für das Verständnis in Bezug auf seine Bedenkzeit. «Diese kurze Auszeit, die Gespräche mit Familie und Partei und die sehr vielen aufmunternden Zuschriften haben mich in der Überzeugung bestärkt, das Amt mit Freude und Elan weiterzuführen», sagt er abschliessend.

«Für eine ganze Legislatur verpflichtet»

Die Frage, ob seine Partei ihm nahegelegt habe, nicht zurückzutreten, verneint Beat Villiger auf Anfrage. «Den Entscheid habe ich in Ruhe und nach reiflicher Überlegung alleine gefällt.» Er habe «sehr viele, ja Hunderte positive, aufmunternde und motivierende Rückmeldungen» aus der Bevölkerung erhalten, ergänzt er.

Hat Villiger vor, die ganzen vier kommenden Jahre Regierungsrat zu bleiben? «Ich nehme die Wahl an und verpflichte mich damit für eine ganze Legislatur», erklärt er. Es werde seine letzte sein, das sei schon vor der Wahl klar gewesen. «Alles Weitere wird sich weisen und entscheide ich, wenn die Zeit reif ist.»

Bezüglich eines allfälligen Departementswechsels äussert er sich wie folgt: «Ich bin gerne Sicherheitsdirektor und habe die Arbeit, so meine ich, bisher auch gut gemacht. So jedenfalls haben es mir die Wähler bescheinigt. Der Regierungsrat wird die Verteilung der Direktionen unter sich ausmachen. Es ist kein Geheimnis, dass bei drei neuen Mitgliedern Rochaden möglich sind. Ich kann mir vorstellen, auch eine andere Direktion zu führen.» Gemäss Auskunft von Frau Landammann Manuela Weichelt-Picard findet die Verteilung der Dikasterien an einer der Regierungsratssitzungen im Spätherbst statt.

Eine Frau ohne Führerausweis

Villiger war kurz vor der Wahl in die Schlagzeilen geraten. Der 61-Jährige überliess einer Frau, mit der er ein Verhältnis hatte und eine uneheliche Tochter hat, 2017 zweimal ein Auto, das auf ihn eingelöst war. Die Frau besass keine Fahrerlaubnis und wurde von der Luzerner Polizei zweimal beim Fahren erwischt. In der Folge ermittelte die Luzerner Staatsanwaltschaft gegen Villiger – auch wegen Urkundenfälschung.

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